Wetter-Alarm

Hitze sorgt für Ph��nomen, das gefährlichen Kreislauf in Gang setzt - mit gigantischen Auswirkungen

Der amerikanische Wetterdienst NOAA gibt für den Rest dieses Jahres eine düstere Prognose ab. Fast überall auf der Welt werden Temperaturrekorde vorhergesagt - auch für Deutschland.

  • Es wird noch einmal richtig warm dieses Jahr. Auch in Deutschland.
  • Das sagt der US-Wetterdienst NOAA voraus.
  • Die Bilanz des ersten Halbjahres 2020 sieht ebenfalls nicht gut aus.

München/Silver Spring - Bisher war es in vielen Teilen Deutschlands kein Bilderbuch-Sommer. Häufig war es etwas zu kalt - teilweise ergiebiger Regen und genug Sonnenstunden, die man am See oder Meer verbringen konnte. Doch geht es nach dem amerikanischen Wetterdienst NOAA, war das Jahr bereits in der ersten Hälfte viel zu warm. Und die Prognose für den Rest von 2020 sieht nicht besser aus.

NOAA: Deutschland spielt kaum eine Rolle im internationalen Klimavergleich

Wenn die Wetter- und Klimaexperten ihre Daten auswerten, dann interessieren sie sich in der Regel nicht für Deutschland*, sondern schauen eher auf Regionen wie Sibirien oder Grönland, schreibt yahoo.com unter Berufung auf den US-Wetterdienst NOAA. Besonders in Sibirien, wo derzeit massive Waldbrände wüten, lag die Durschnittstemperatur fünf Grad über der Norm. In einigen Regionen in Europa, Südamerika, Asien und im Golf von Mexiko war es sogar das wärmste Jahr seit Beginn der Weiteraufzeichnungen vor 141 Jahren. Nur Gebiete in Afrika, Nordamerika und in der Karibik verzeichneten hingegen keine Rekordtemperaturen.

Besonders in Sibirien sind die extremen Temperaturen gefährlich - auch für den Rest der Welt. Denn dort taut langsam der Permafrostboden auf und dabei wird jede Menge Methan freigesetzt. Das Gas treibt die globale Erwärmung sogar noch schneller voran als Kohlendioxid. Einig sind sich die Wissenschaftler auch, dass die rasante Erwärmung der Erdatmosphäre menschengemacht sind. Eine erhöhte Durchschnitttemperatur führt beispielsweise in Deutschland dazu, dass es im Winter stärkere Unwetter* und im Sommer länger Hitzeperioden gibt.

NOAA: 2020 ist auf dem besten Weg ein Rekordjahr zu werden

Die NOAA zeichnet mit ihrer Bilanz für die erste Hälfte des Jahres ein düsteres Bild. Die Durchschnittstemperatur auf der Erde lag zwischen Januar und Juni bei 14,57 Grad. Im gesamten 20. Jahrhundert lag der Mittelwert bei 13,5 Grad. Das bisherige Rekordjahr 2016 war auch nur um 0,05 Grad wärmer als 2020. Deshalb gehen die Experten davon aus, dass das dieses Jahr noch getoppt wird. (tel) *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Auch die Temperaturen in den Weltmeeren steigen immer weiter an. Das könnte zu schwerwiegenden Wetterkatastrophen führen. Viele Deutsche machen sich deswegen Sorgen, wie sich das Klima entwickelt, doch auf ein Verkehrsmittel wollen sie dennoch nicht verzichten. In Deutschland fiel auch dieses Jahr in vielen Teilen des Landes zu wenig Regen. Es droht der dritte Dürre-Sommer in Folge.

In der Nähe von Osnabrück waren drei jugendliche Randalierer unterwegs. Die Jungs sind in ihre Schule eingebrochen und haben dort einen Schaden in sechsstelliger Höhe verursacht.

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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