Verkehrsunfallstatistik 2014

Wieder mehr Verkehrstote in Niedersachsen

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Foto: Viel zu oft bot sich Rettungshelfern und Polizei in Niedersachsen solch schrecklicher Anblick. Bei diesem Unfall an der Raststätte Allertal auf der A7 im April 2014 starben zwei Menschen.

Hannover - Nach einem historischen Tiefstand ist die Zahl der Unfalltoten in Niedersachsen im vergangenen Jahr wieder in die Höhe geschnellt. Ein Grund ist Raserei auf Landstraßen. Das Land will verstärkt auf Prävention setzen.

Angesichts stark gestiegener Unfallzahlen auf Niedersachsens Straßen will Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Donnerstag über Präventionsmöglichkeiten informieren. Bei der Vorlage der Verkehrsunfallstatistik werden auch die Ursachen der vielen Unfälle analysiert.

2014 kamen auf den Straßen des Landes 446 Menschen ums Leben. Das waren acht Prozent mehr als im Jahr 2013, als mit 412 Toten ein historischer Tiefstand seit Einführung der amtlichen Verkehrsunfallstatistik 1953 erreicht wurde.

Auch deutlich mehr Verletzte

Gründe für den Anstieg sind der milde Winter, zu hohes Tempo auf unfallträchtigen Landstraßen sowie Ablenkung und Übermüdung auf Autobahnen. Zuletzt hatte es in Niedersachsen nach Angaben des Innenministeriums von 2010 auf 2011 einen Anstieg bei der Zahl der Verkehrstoten gegeben - von 479 auf 540. Die Zahl der Verletzten in Niedersachsen erhöhte sich im vergangenen Jahr um mehr als sechs Prozent auf rund 43.400.

Der Anstieg der Zahl der Unfalltoten lag in Niedersachsen im vergangenen Jahr deutlich über dem bundesweiten Zuwachs. Im Durchschnitt aller Bundesländer starben 0,9 Prozent mehr Menschen im Straßenverkehr, nämlich genau 3368. Gemessen an der Einwohnerzahl kamen in Niedersachsen 57 Verkehrstote auf eine Million Einwohner - damit lag das Land mit Sachsen-Anhalt (61), Mecklenburg-Vorpommern (58) und Brandenburg (57) bundesweit an der Spitze.

dpa

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