Unwetter in Deutschland

Wiesbaden steht unter Wasser

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Foto: Der Wiesbadener Park „Warmer Damm“ in Wiesbaden ist überflutetet. Blitz, Donner und Starkregen haben in Hessen gewütet.

Offenbach - Heftige Sommergewitter verursachen Unfälle und wirbeln Flugpläne durcheinander. Während des WM-Finales am Sonntagabend bleibt es wohl nur im Nordosten und Osten Deutschlands trocken.

Der Achterbahn-Sommer geht weiter: Erneut haben am Freitagabend starke Unwetter gewütet. Besonders betroffen war Hessen, die Landeshauptstadt Wiesbaden meldete Land unter. Für Samstag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine kurze Verschnaufpause. Am Sonntag während des WM-Finales bleibt es wohl nur im Nordosten und Osten Deutschlands trocken. „Im Süden und Westen sollten Regenschirm und Regenjacke zur Ausrüstung gehören“, sagte ein DWD-Meteorologe.

Besonders viel Regen gab es am Freitagabend in Hessen. Am Frankfurter Flughafen seien 134 Starts und Landungen annulliert worden, sagte eine Fraport-Sprecherin am frühen Samstagmorgen. Die Hallen waren voller gestrandeter Passagiere, Notbetten wurden aufgestellt.

Starke Gewitter tobten auch über Wiesbaden. Dort standen weite Teile der Stadt unter Wasser, Keller liefen voll. „Das war sicher eines der schlimmsten Unwetter der letzten Jahre“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Rund 500 Helfer waren bis tief in die Nacht im Dauereinsatz. „Wir mussten zu etwa 350 Einsätzen ausrücken“, erklärte der Sprecher.

Im mittelhessischen Stadtallendorf setzte ein Blitz ein Mehrfamilienhaus in Brand. Alle Bewohner retteten sich unverletzt. Auch in anderen Bundesländern wie Thüringen und Niedersachsen gab es Unfälle auf nassen Straßen, umgestürzte Bäume und vollgelaufene Keller. Mit Ferien im Süden lässt sich nur bedingt vor dem Schmuddelwetter fliehen: In manchen Mittelmeerregionen wie der kroatischen Adriaküste ist es mit oft weniger als 20 Grad kühl und nass. In den nächsten Tagen soll es nicht besser werden.

Auch in Frankreich vermiesten Kälte und Regen vielen Urlaubern die ersten Ferientage. Richtig schlimm erwischte es das Baskenland im Südwesten: Nach heftigen Unwettern wurde für zahlreiche Kommunen Katastrophenalarm ausgegeben.

dpa

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