Versicherung fordert über 700.000 Euro

Winnenden: Vater muss Schadensersatz zahlen

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Foto: Kreidespuren markieren die Stelle, an der der Amokläufer Tim K. sich am 15. März 2009 selbst erschossen hatte.

Stuttgart - Mehr als sechs Jahre nach dem Amoklauf von Winnenden ist der Vater des Täters zu Schadenersatz verurteilt worden. Er muss der Unfallkasse Baden-Württemberg die Kosten für die Heilbehandlung von Schülern, Eltern und Lehrern ersetzen. Das entschied das Landgericht Stuttgart am Freitag.

Die Höhe des Schadenersatzes wurde zunächst nicht festgelegt. Dies soll im Laufe des weiteren Verfahrens geschehen. Die Versicherung machte eine Forderung in Höhe von knapp 717.000 Euro geltend.

Der 17-jährige Tim K. hatte im Jahr 2009 an seiner ehemaligen Schule in Winnenden und auf der Flucht in Wendlingen 15 Menschen und sich selbst erschossen. Die Tatwaffe hatte der Vater, ein passionierter Sportschütze, unverschlossen im Schlafzimmer aufbewahrt.

dpa

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