Totes Vieh bei Lüneburg

Wolf soll 15 Schafe gerissen haben

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Ein Landwirt macht einen Wolf für den Verlust von 15 Schafen verantwortlich.

Melbeck - Gleich drei Mal berichtet ein Landwirt bei Lüneburg von getöteten Schafen. Er selbst ist sich sicher, dass ein Wolf dahinter steckt. Die Bisse an den Tieren könnten aber ebenso gut von einem Hund stammen. Eine DNA-Analyse soll Klarheit schaffen.

Nach dem Tod von 15 Schafen auf einer Weide bei Lüneburg will der Halter mit einem DNA-Abgleich untersuchen lassen, ob die Tiere von einem Wolf gerissen worden sind. Das sagte eine Sprecherin der Polizei in Lüneburg am Donnerstag. „Die Taten wurden bei uns angezeigt“, berichtete die Polizistin. „Es ist unklar, ob das ein Hund war oder ein Wolf.“ Insgesamt drei Mal habe der Landwirt den Verlust von Schafen gemeldet, zunächst Mitte Oktober, dann fünf Tage später und zuletzt vor einer Woche.

Ein Vertreter des Veterinäramtes war beim ersten Vorfall auf der Weide in Melbeck und stellte fest, dass die Bisse genau so gut von einem Hund wie von einem Wolf stammen könnten. Nach Angaben der Polizei wurde zeitnah auf einer nahe gelegenen Bundesstraße ein brauner freilaufender Hund gesehen, der aber nicht eingefangen werden konnte. Der Halter der Schafe sagte dem NDR, Fußspuren im Boden und Bisse an den Kehlen der Schafe würden auf einen Wolf als Täter hindeuten.

Zuletzt waren im Sommer auf dem Truppenübungsplatz Munster und im Wendland Wolfswelpen gefilmt worden. Damit gab es nachweislich 14 Wölfe landesweit in Niedersachsen. Im vergangenen Jahr waren auf dem Truppenübungsplatz erstmals nach mehr als 100 Jahren wieder Wölfe in Niedersachsen geboren worden.

dpa/sag

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