Bombenfund bei VW?

Wolfsburg bereitet sich auf Evakuierung vor

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Falls auf dem Gelände von VW in Wolfsburg tatsächlich Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg liegen, müssten 7600 Menschen ihre Wohnung verlassen.

Wolfsburg - Die Stadt Wolfsburg bereitet sich auf eine der größten Bomben­evakuierungen der vergangenen Jahre vor. Auf dem Gelände des VW-Werks, in unmittelbarer Nähe des Verwaltungshochhauses, liegen womöglich zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, müssten am Sonntag, 28. September, mehr als 7600 Einwohner ihre Wohnungen in der Innenstadt und im Stadtteil Sandkamp verlassen. Die Evakuierung wäre eine Mammutaufgabe, die den Einsatz Hunderter Kräfte erfordert. Die vermeintlichen Blindgänger wurden bei der Sanierung des VW-Hochhauses entdeckt. Die Vorbereitungen für eine mögliche Entschärfung und Evakuierung laufen bei Stadt, VW, Polizei und Feuerwehr seit Tagen auf Hochtouren. „Wir müssen davon ausgehen, dass dort Bomben sind. Das ist aber eine Situation, vor der wir inzwischen fast jedes Jahr stehen und mit der wir mit großer Routine umgehen“, sagte der Erste Stadtrat Werner Borcherding.

Erst am nächsten Wochenende selbst werden die Wolfsburger Gewissheit bekommen. Am Sonnabend, 27. September, wollen Experten die fragliche Stelle untersuchen. Sollte sich der Verdacht bestätigen, würde der Kampfmittelbeseitigungsdienst am Sonntag auf dem VW-Gelände eingreifen. „Wir bereiten uns auf alle Szenarien vor“, sagt Manuel Stanke, Chef der Wolfsburger Berufsfeuerwehr – auf eine Entschärfung vor Ort ebenso wie auf eine kontrollierte Sprengung. Am Sonntag, 28. September, müssten die betroffenen Einwohner um 10.15 Uhr ihre Wohnungen verlassen. Drei Kilometer um die Verdachtsstelle beträgt der Sicherheitsradius. Insgesamt wären an dem Tag rund 250 Kräfte von Polizei, Freiwilligen Feuerwehren und Berufsfeuerwehr im Einsatz. Auch das VW-Werk würde in dem Sicherheitsbereich evakuiert.

Von Sebastian Heintz

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