Harz

Wütendes Wildschwein verängstigt Wanderer

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Foto: Weil ein Wildschwein im Harz mehrfach Wanderer angegriffen hat, soll es nun erlegt werden.

Braunlage - Ein aggressives Wildschwein verunsichert Anwohner und Spaziergänger in der Nähe von St. Andreasberg im Harz. Es hat schon wiederholt Menschen angegriffen, einmal auch einen Hund. Vermutlich handelt es sich um einen verletzten Keiler.

Wanderer im Harz sollten das Kälbertal bei St. Andreasberg in den nächsten Tagen meiden. Der Grund: Dort hat ein Wildschwein in den vergangenen Tagen wiederholt Menschen angegriffen und einen Hund erheblich verletzt. Drei Attacken hat Jagdaufseher Bernd Theinhardt bisher gezählt. Inzwischen legt er nicht mehr nur im vom ihm betreuten Revier eines hannoverschen Bestatters auf Schwarzwild an. Mit einer Sondergenehmigung darf er auch im Stadtrand zur Jagd gehen, um das aggressive Wildschwein zur Strecke zu bringen. Die Jäger vermuten, dass es sich bei dem Tier um einen Keiler handelt, der möglicherweise bei einem Unfall verletzt worden ist.

Grundsätzlich raten die Jäger allen Wanderern, vor Wildschweinen Respekt zu haben. Insbesondere vor Muttertieren, die Jungtiere versorgen.

Im Harzer Vorland bei Vienenburg tummeln sich derzeit so viele Wildschweine in den Wäldern, dass am Mittwoch 40 Jäger zu einer großen Jagd ausrückten. Obwohl die Polizei dafür Straßen sperrte, blieb der Erfolg der Jagd eher bescheiden. Kreisjägermeister Günther Heuer-Brockmann zählte am Ende in Wöltingerode fünf erlegte Wildschweine. Um den recht großen Bestand zu verkleinern, wird deshalb am 22. November erneut zu einer großen Drückjagd geblasen.

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