Warung vor historischem Blizzard

New York muss sich warm anziehen

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New York - Nach Warnungen vor einem möglicherweise historischen Blizzard haben sich die Menschen im Nordosten der Vereinigten Staaten mit Lebensmitteln eingedeckt und ihre Häuser sturmfest gemacht. Das Unwetter könnte der Ostküstenmetropole New York am Montag und Dienstag bis zu 90 Zentimeter Schnee bringen.

Bürgermeister Bill de Blasio rechnete mit "einem der schlimmsten Schneestürme" in der Geschichte der Millionenstadt. „Bereiten Sie sich auf etwas vor, was wir womöglich nie zuvor erlebt haben“, sagte de Blasio. Wer könne, solle während des Schneesturms gar nicht erst auf die Straße gehen.

Vor New Yorker Supermärkten standen die Leute am Sonntagabend Schlange, um ihre Vorräte aufzufüllen. Laut der Internetseite flightaware.com wurden am Montagmorgen (Ortszeit) wegen des Winterwitters bereits mehr als 2300 Flüge gestrichen. Die Blizzard-Warnung des Nationalen Wetterdienstes der USA galt für den Küstenstreifen von New Jersey bis an die kanadische Grenze im Bundesstaat Maine. In diesen Gebieten sei mit heftigem Wind und schwerem Schneefall zu rechnen. Die Ausläufer sollen bis südlich der Hauptstadt Washington und bis nach Ohio im Mittleren Westen zu spüren sein. Mehr als 50 Millionen Menschen könnten Schätzungen zufolge betroffen sein.

US-Präsident Barack Obama, der sich mit seiner Frau Michelle zu einem Staatsbesuch in Indien aufhält, wurde nach Angaben des Weißen Hauses über den bevorstehenden Wintersturm und die möglichen Auswirkungen informiert. Obamas Regierung stehe mit den Behörden entlang der Ostküste in Kontakt um sicherzustellen, dass sie über die „notwendigen Ressourcen“ für eine „unverzügliche“ Reaktion auf den Schneesturm verfügten, hieß es.

Der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo rief die Bevölkerung in seinem Bundesstaat auf, wenn möglich von zuhause zu arbeiten. Straßen und öffentliche Verkehrsmittel könnten wegen des Blizzards geschlossen werden. Auch der Bostoner Bürgermeister Martin Walsh rief die Bewohner zur Vorsicht auf. "Und denken sie daran, bei ihren Nachbarn nach dem Rechten zu sehen, vor allem bei den Alten und Behinderten", erklärte er.

afp

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