Kieler Woche

Zehntausende bestaunen Windjammerparade

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Foto: Die Windjammerparade gilt als einer der Höhepunkte der Kieler Woche.

Kiel - Die Kieler Woche hat ihren maritimen Höhepunkt gefeiert. Zehntausende Menschen versammelten sich am Sonnabend an den Ufern der Förde, um die traditionelle Windjammerparade zu bestaunen.

Rund 100 Groß- und Traditionssegler sowie knapp 20 Dampfschiffe und Begleitboote präsentierten sich bei gutem Segelwetter in einer imposanten Formation, angeführt von der neu gebauten Dreimastbark „Alexander von Humboldt II“. Zu den rund 150 Gästen an Bord gehörte auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident, Torsten Albig (SPD). „Ein schönes und edles Schiff“, meinte Albig, fügte jedoch hinzu: „Aber die Gorch Fock fehlt uns schon.“

Das Segelschulschiff der Deutschen Marine übernimmt traditionell die Führung der Parade, ist aber noch in der Reparatur. Die Deutsche Marine habe aber zugesagt, dass die Gorch Fock 2013 wieder dabei sei, so Albig. Zu dem diesjährigen Schiffskorso gehörten unter anderem das Segelkreuzfahrtschiff „Star Flyer“ und Großsegler wie die russische „Mir“ und die „Sedov“; das größte traditionelle Segelschiff der Welt.

Um das „schönste Gesamtbild“ zu erreichen, sollten eigentlich alle Schiffe unter vollen Segeln fahren, meinte der Parademeister Stefan Borowksi. Dafür sei aber der Wind zu stark gewesen. „Sonst wären wir zu schnell geworden. Aber immerhin konnten die Schiffe einige Segel setzen“, sagte er und zeigte sich mit dem Verlauf insgesamt sehr zufrieden: „Es ist alles hervorragend gelaufen. Das ist nicht selbstverständlich.“ Alle Schiffe müssten etwa das richtige Tempo von rund vier Knoten (7,5 Kilometer) pro Stunde halten.

An diesem Sonntag geht die Kieler Woche nach neun Tagen zu Ende. Die Veranstaltung gilt als das größte Sommerfest Nordeuropas und weltgrößtes Segelereignis.

dpa

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