Christopher-Street-Day

Zehntausende bei Schwulen-Parade

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Foto: Tausende Schwule und Lesben haben in Hamburg den CSD gefeiert.

Hamburg - Mit einer großen Parade haben Lesben und Schwule am Samstag in Hamburg den 32. Christopher Street Day gefeiert. Tausende Teilnehmer zogen in teils schrillen Kostümen zu Fuß oder auf rund 40 bunten Lastwagen durch die Innenstadt.

Das diesjährige Motto lautete: „Ehe 2.0 - Nach den Pflichten jetzt die Rechte.“ Mit Parolen wie „Liebe ist mehr als Mann und Frau“ und „Für eine Homogenisierung der Gesellschaft“ demonstrierten die Teilnehmer für die rechtliche Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Ehe. Nach Polizeiangaben waren insgesamt 120 000 Teilnehmer und Zuschauer in der Hamburger Innenstadt unterwegs. Bis zum Nachmittag sprach die Polizei von einem friedlichen und fröhlichen Fest.

„Wir freuen uns sehr, dass wir zum diesjährigen Hamburg Pride so viele Menschen dazu bewegen konnten, für die Rechte von Homo-, Bi- und Transsexuellen auf die Straße zu gehen“, sagte Ingo Bertram vom Veranstalter Hamburg Pride. Die hohe Anzahl an Teilnehmern und Besuchern habe die Erwartungen übertroffen. Zu Beginn und zum Abschluss der Parade durchnässten heftige Wolkenbrüche die Anwesenden.

Bei dem Umzug waren auch Vertreter von CDU und FDP dabei, der Wagen der Liberalen wurde allerdings vereinzelt mit Buhrufen und Pfiffen bedacht. Im Vorfeld der Veranstaltung hatte es zwischen den beiden Parteien und den Veranstaltern Unstimmigkeiten gegeben. Weil Union und FDP Ende Juni im Bundestag einen Antrag zur Öffnung der Ehe und zur Gleichstellung eingetragener Partnerschaften abgelehnt hatten, forderte Hamburg Pride die beiden Parteien in einem offenen Brief auf, ihre Teilnahme an dem Straßenfest zu überdenken.

dpa

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