Josef Schuster

Zentralrat der Juden hat neuen Präsidenten

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Josef Schuster ist neuer Präsident desZentralrats der Juden in Deutschland.

Frankfurt a.M. - Josef Schuster ist neuer Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Der 60-jährige Arzt aus Würzburg wurde bei der Ratsversammlung am Sonntag in Frankfurt am Main erwartungsgemäß zum Nachfolger von Dieter Graumann gewählt.

Josef Schuster wurde bei der Ratsversammlung am Sonntag in Frankfurt am Main erwartungsgemäß zum Nachfolger von Dieter Graumann gewählt. Graumann stand nach vier Jahren als oberster Repräsentant der deutschen Juden nicht mehr für eine zweite Amtszeit zur Verfügung. Schuster ist Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde in Würzburg und Unterfranken sowie Präsident der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern. Seit 2010 war er Vizepräsident des Zentralrates.

Auch beide Stellvertreter-Posten im Zentralratspräsidium wurden am Sonntag neu besetzt, mit Mark Dainow (66) aus der Jüdischen Gemeinde Offenbach und Abraham Lehrer (60) aus der Synagogen-Gemeinde Köln. Der bisherige Vizepräsident Salomon Korn (71) hatte nach elf Jahren als Vizepräsident nicht mehr für ein Spitzenamt kandidiert. Korn ist Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main, aus der auch der ausgeschiedene Zentralratspräsident Graumann (64) stammt.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland vertritt nach eigenen Angaben rund 101.000 Mitglieder. Sie gehören zu 108 jüdischen Gemeinden in 23 Landesverbänden.

epd

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