Streifenwagen auf dem Gehweg abgestellt

Zeugen überführen Polizist als Falschparker

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Foto: Ein Strafzettel für Parken in einem eingeschränkten Halteverbot hängt an der Windschutzscheibe eines zivilen Polizei-Fahrzeuges.

Wülfrath - Ein Polizist wollte kurz Brötchen holen. Seinen Streifenwagen stellte er dafür auf einem Gehweg ab. Dumm für den Falschparker, dass ihn Zeugen dabei fotografierten. So blieb ihm nichts anderes übrig, als ein Knöllchen zu akzeptieren.

In der Regel ist die Polizei für Hinweise aus der Bevölkerung dankbar. Aber in diesem Fall wird sich ein Beamter wahrscheinlich nicht darüber gefreut haben: Er wurde dabei ertappt, wie er seinen Streifenwagen am Dienstagabend in der Stadt Wülfrath in Nordrhein-Westfalen auf einem Gehweg abstellte. "Verbotswidrig", wie die Polizei am Mittwoch einräumte. Sie musste reagieren, weil Zeugen den Falschparker fotografiert hatten. Sie veröffentlichten die Bilder anschließend in Internet-Foren, wo sie "umfangreich kommentiert" wurden, meldete die Polizei am Mittwoch.

Den Zeugen war offensichtlich schnell klar gewesen, dass der Polizist keinen Einsatz hatte, sondern seinen Streifenwagen für einen "schnellen Einkauf" in einer Bäckerei auf dem Gehweg parkte, hieß es weiter. Die Leitung der Kreispolizeibehörde Mettmann habe die Besatzung des Wagens deshalb zu sich zitiert. Die Polizisten hätten sich "in einem intensiven Gespräch mit ihren Vorgesetzten" einsichtig gezeigt. Der Fahrer habe das Knöllchen sofort bezahlt. Die Höhe habe sich "nach dem für jedermann gültigen Verwarnungsgeldkatalog" gerichtet.

wer

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