Schiffsunglück in der Nordsee

Zwei Seeleute sterben vor Norderney

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Das Seenotrettungsboot "Bernhard Gruben" vor der Nordseeinsel Norderney.

Norderney - Bei einem Schiffsunglück auf der Nordsee sind ein Kapitän und ein Seemann ums Leben gekommen. Aus bislang ungeklärter Ursache sank ihr Arbeitsboot auf dem Weg in die Niederlande vor der ostfriesischen Insel Norderney.

Bei einem Schiffsunglück auf der Nordsee sind ein Kapitän und ein Seemann ums Leben gekommen. Aus bislang ungeklärter Ursache sank ihr Arbeitsboot auf einer Überführungsfahrt von Dänemark nach Holland vor der ostfriesischen Insel Norderney, wie eine Sprecherin der Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven sagte. Der Kapitän hatte am Montagmorgen "Mayday" gefunkt und berichtet, dass die Barge - eine Art Ponton mit Aufbau - zu sinken drohe.

Als Rettungsschiffe sowie ein Hubschrauber der Marine eine halbe Stunde nach dem Notruf vor Ort eintrafen, war das flache Arbeitsboot bereits gesunken. Die Suche nach den beiden Besatzungsmitgliedern wurde nach Angaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) durch starken Seegang und schwierige Sichtbedingungen durch die tiefstehende Sonne erschwert. An der Unglücksstelle schwammen zahlreiche Ausrüstungsteile. Als die beiden Männer schließlich im Wasser entdeckt wurden, konnten sie nur noch leblos an Bord eines Rettungsboots geholt werden. Sofort eingeleitete Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos. Die Schiffbrüchigen trugen keine Rettungswesten, als sie gefunden wurden. Einer der Toten ist ein 72-jähriger Däne. Zur Identität des anderen Mannes konnte die Wasserschutzpolizei bislang keine Angaben machen.

Die beiden Leichen sollen nun obduziert werden, um die Todesursache der Männer zu ermitteln. Mit einem Ergebnis sei frühestens am Dienstag zu rechnen, sagte eine Polizeisprecherin. Zudem soll das gesunkene Schiff gehoben werden, um den Unglückshergang klären zu können.

dpa

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