Lebensgefahr

Zwölfjähriger durch selbstgebastelten Böller verletzt

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Meppen - Ein zwölfjähriger Junge ist im Emsland bei der Explosion eines Sprengkörpers lebensgefährlich verletzt worden. Fünf Männer hatten den Feuerwerkskörper selbst zusammen gebastelt. Der Gesundheitszustand des Kindes war auch am Sonntag noch unverändert ernst, sagte ein Polizeisprecher in Lingen.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei hatten die Erwachsenen auf einem Schrottplatz in Meppen Schwarzpulver aus handelsüblichen Feuerwerkskörpern in ein Gusseisenrohr gepresst. Dann hatten sie das Rohr mit einer Wunderkerze gezündet. Als es explodierte, traf ein umherfliegender Eisensplitter den Jungen am Kopf.

Das Kind wurde erst in ein Krankenhaus nach Meppen gebracht und dann mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik nach Bochum geflogen. Nach Auskunft der Ärzte bestand Lebensgefahr.

Gegen die fünf Männer im Alter von 42 bis 56 Jahren wird nun wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion ermittelt. Mit Blick auf Silvester betonte ein Polizeisprecher erneut, selbst gebastelte Sprengkörpern seien extrem gefährlich. Sie könnten auch ohne Metallummantelung zu schwersten Verletzungen führen.

dpa

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