1. WLZ
  2. Politik

4000 Bremer demonstrieren gegen Neonazis

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Anonym WLZ

Kommentare

- Weitgehend friedlich haben etwa 4000 Menschen gegen einen NPD-Aufmarsch in Bremen demonstriert. Ein breites Bündnis aus Parteien, Verbänden und Gewerkschaften hatte zu den Protesten gegen Rechtsextremismus aufgerufen.

„Wir wollen ein Zeichen setzen“, sagte Bremens Regierungschef Jens Böhrnsen (SPD) bei der Kundgebung des Bündnisses am Samstag. Die Demonstration sei gegen Hetze und gegen Rassismus. Rund 200 Rechtsextremisten zogen auf einer anderen Marschroute durch die Bremer Neustadt. Die rechtsradikale Partei will bei der Bremer Landtagswahl am 22. Mai ins Parlament einziehen.

Ein Großaufgebot von 3000 Polizisten sollte die beiden Demonstrationszüge voneinander trennen. Auch Hubschrauber waren im Einsatz. Angehörige der autonomen Szene versuchten, den NPD-Aufmarsch zu stören. Aus den Reihen der Gegendemonstranten seien Flaschen, Steine, Böller und Eier geflogen, sagte ein Polizeisprecher. Vier Beamte seien leicht verletzt worden. Bei Rangeleien wurde auch Pfefferspray gegen die Linksautonomen eingesetzt. „Unsere Einsatztaktik ist bisher aufgegangen“, meinte der Sprecher. „Hauptziel war die Trennung der beiden Veranstaltungen.“

Nach der NPD-Kundgebung am Neustädter Bahnhof blockierten Gegendemonstranten die Gleise. Nach Polizeiangaben wurden deshalb 50 NPD-Anhänger mit Bussen aus der Neustadt gebracht. Die Innenbehörde hatte zuvor mit 200 bis 400 Rechtsradikalen und bis zu 400 gewaltbereiten Anhängern der linken Szene gerechnet. Bereits am Donnerstag hatten Unbekannte Brandanschläge auf drei Autos von NPD-Funktionären verübt.

dpa

Auch interessant

Kommentare