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Donald Trump und der Umsturz: Ivanka wusste über alles Bescheid

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Von: Daniel Dillmann

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Obwohl Donald Trump wusste, dass er das Gesetz bricht, verfolgte er seine Umsturzpläne. Auch seine Tochter Ivanka Trump konnte ihn nicht davon abbringen.

Washington DC - In der Hauptstadt der USA dreht sich seit Tagen alles nur um Eines: Was passierte am 06. Januar, an dem Tag, als ein Mob das Kapitol stürmte, unweit davon im Weißen Haus? Was tat Donald Trump und wer wusste was? In der vergangenen Woche erschienen zahlreiche Vertraute und Familienmitglieder des ehemaligen Präsidenten vor dem Untersuchungsausschuss des Kongresses. Ihre Aussagen - unter Eid - beförderten zahlreiche belastende Details an den Tag.

Mit besonders großer Spannung wurde die Aussage von Donald Trumps Tochter Ivanka Trump erwartet. Die ehemalige Beraterin ihres Vaters im Weißen Haus hatte zu Protokoll gegeben, dass sie nicht an den großen Wahlbetrug glaube, den ihr Vater seit seiner Niederlage gegen Joe Biden als Ausrede für diese heranzieht. Sie habe den Worten des damaligen Justizministers William Barr geglaubt, der keine Beweise für Trumps Behauptungen sah. Ihr Ehemann Jared Kushner, ebenfalls Berater im Weißen Haus, sieht das ähnlich. Er habe - erfolglos - versucht, Donald Trump zu überzeugen, nicht länger auf seinen ehemaligen Anwalt Rudy Giuliani zu hören, der immer wieder von eindeutigen Beweisen für Wahlbetrug fabulierte.

Was wusste Donalds Tochter? Ivanka Trump mit ihrem jüngsten Kind im Weißen Haus. (Archivbild)
Was wusste Donalds Tochter? Ivanka Trump mit ihrem jüngsten Kind im Weißen Haus. (Archivbild) © imago

Donald Trump attackiert Ivanka Trump

Donald Trump reagierte äußerst pikiert auf die Worte seiner Tochter. „Ivanka Trump war nicht am Prozess beteiligt, in dem die Wahlergebnisse untersucht und studiert wurden. Sie hatte zu diesem Zeitpunkt längst ausgecheckt“, so Trump in einer Mitteilung. Dem widerspricht nun Tim O‘Brien, Autor der Trump-Biografie „Trump Nation - Die Kunst, Donald zu sein“. Auf die Frage, ob Ivankas Aussage den Schluss nahelegt, sie habe von Anfang an ein „schlechtes Gefühl“ bei der Demonstration gehabt, die unter dem Titel „Stop the Steal“ stattfand, zu der ihr Vater aufgerufen hatte und die später im Sturm aufs Kapitol und dem Tod von fünf Menschen kulminierte.

„Absolut. Wir wissen von anderen Zeugenaussagen, was sie an dem Tag getan hat und dass sie die Tatsache honorierte, dass Mike Pence dem Druck von Donald Trump standhielt“, so O‘Brien. „Sie war im Oval Office mit zahlreichen anderen Beratern. Sie hörte, wie [Donald Trump] Mike Pence anschrie und beschimpfte, weil er nicht das tun wollte, was Trump von ihm verlangte, nämlich das Gesetz brechen.“

Donald Trump wusste, dass er das Gesetz brechen würde

Zu diesem Zeitpunkt muss die Tragweite seines Handelns sowohl Donald Trump selbst, als auch seiner Tochter Ivanka Trump klar gewesen sein. Mehrere seiner Anwälte hatten ihn nach ihren Aussagen darüber informiert, dass sein Vorhaben illegal sei. Das aber schien Donald Trump nicht abzuhalten, wie O‘Brien beschreibt: „Er wusste, dass es illegal war, dennoch setzte er Mike Pence weiter unter Druck. Und er tat dies vor einer ganzen Reihe an Zeugen, darunter auch seine Tochter.“ (Daniel Dillmann)

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