Militärbeobachter in der Ukraine

Befreiung lässt auf sich warten

Foto: Ein bewaffneter Protestler in Svyatogorsk nahe Slawiansk.
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Foto: Ein bewaffneter Protestler in Svyatogorsk nahe Slawiansk.

Kiew/Minsk - Das Schicksal des verschleppten Teams von westlichen Militärbeobachtern im Osten der Ukraine ist weiter ungewiss. Das Auswärtige Amt sprach am Mittwoch von "schwierigen" Verhandlungen zwischen der OSZE und den prorussischen Separatisten, die die Soldaten festhalten.

Das Schicksal des verschleppten Teams von westlichen Militärbeobachtern im Osten der Ukraine ist weiter ungewiss. Das Auswärtige Amt sprach am Mittwoch von «schwierigen» Verhandlungen zwischen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und den prorussischen Separatisten, die die Soldaten festhalten. Zu dem Team, dem auch vier Deutsche angehören, gebe es nach wie vor keinen direkten Kontakt. Kremlchef Wladimir Putin hatte Hoffnungen auf eine Ausreise der Beobachter geweckt.

Zu Spekulationen über eine baldige Lösung sagte Ministeriumssprecher Martin Schäfer, er wolle für die Bundesregierung „keine Erwartungen äußern“. „Ein Ergebnis kann ich Ihnen nicht verkünden.“ Regierungssprecher Steffen Seibert forderte abermals die sofortige und bedingungslose Freilassung der Militärbeobachter, die seit Freitag festgehalten werden. Er sprach von einem „kriminellen Akt“.

Auf die Frage, ob die Bundesregierung in Kontakt mit Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) stehe, der sich am Montag in St. Petersburg mit Putin getroffen hatte, sagte der Regierungssprecher: „Ich kann ihnen von keinem Kontakt mit Altbundeskanzler Schröder in den letzten zwei Tagen berichten. Ich weiß auch nicht, was der Altbundeskanzler mit Präsident Putin besprochen hat.“

dpa

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