Demo zum 1. Mai

Berlin bereitet sich auf Randale vor

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Foto: Immer wieder kam es am 1. Mai vor allem in Berlin-Kreuzberg nach Einbruch der Dunkelheit zu Gewaltausbrüchen. Dieses Foto datiert aus dem Jahr 2012.

Berlin - Mehrere tausend Polizisten sollen zur Walpurgisnacht und zum 1. Mai für Sicherheit in Berlin sorgen. Bei der sogenannten "Revolutionären 1. Mai-Demonstration" am Freitagabend erwartet die Polizei 20.000 oder mehr Teilnehmer. Gegen Störer und Randalierer soll konsequent und zügig vorgegangen werden.

Rund um den 1. Mai werden in Berlin neun Staatsanwälte im Einsatz sein. Sie halten sich bereit, um nach Festnahmen schnell Haftbefehle gegen Randalierer beantragen zu können, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Anliegen sei, die strafrechtliche Verfolgung von Störern in der Walpurgisnacht und am Feiertag umgehend in die Wege zu leiten. Immer wieder kam es am 1. Mai vor allem in Berlin-Kreuzberg nach Einbruch der Dunkelheit zu Gewaltausbrüchen, die in den vergangenen Jahren aber abnahmen.

Mehr als 60 verletzte Polizisten im Vorjahr

Aktuell rechnen Senat und Polizei zwar mit vereinzelten Stein- und Flaschenwürfen, aber nicht mit massiven Ausschreitungen. Bis zu 7000 Polizisten sollen für einen friedlichen Verlauf von Demonstrationen und Straßenfesten sorgen. Bei der abendlichen sogenannten Revolutionären 1. Mai-Demonstration wird mit 20 000 Teilnehmern gerechnet, zum Teil auch aus der linksradikalen Szene.

Bei Ausschreitungen am 1. Mai 2014 und dem Vorabend waren 68 mutmaßliche Randalierer festgenommen worden. Haftbefehle waren nicht erlassen worden. Nach Justizangaben wurden 136 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Vorwürfe waren Verstöße gegen das Versammlungsgesetz, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung sowie Landfriedensbruch. Bislang gab es 25 rechtskräftige Verurteilungen. Zumeist waren es Bewährungs- oder Geldstrafen.

In 30 Fällen läuft der Prozess noch, zudem sind weitere Ermittlungen im Gange. 2013 stellte die Polizei noch 94 mutmaßliche Randalierer. 54 Beamte hatten sich verletzt gemeldet. Im Vorjahr waren 61 Polizisten überwiegend leicht verletzt worden.

dpa/zys

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