Aus persönlichen Gründen

Chef der deutschen Asylbehörde tritt zurück

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Berlin - Der Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, ManfredSchmidt, ist von seinem Amt zurückgetreten. Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, habeSchmidtaus persönlichen Gründen darum gebeten, von seinen Aufgaben entbunden zu werden.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sei der Bitte von BAMF-Präsident Schmidt, ihn von seinen Aufgaben zu entbinden, nachgekommen. Er bedauere, einen Behördenleiter zu verlieren, "der hervorragende Arbeit geleistet hat", erklärte das Ministerium. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge steht in der derzeitigen Debatte besonders unter Druck. Es ist zuständig für die Asylverfahren, die der Politik zu lange dauern.

Konkrete öffentliche Kritik an der Person Schmidts hat es aber nicht gegeben. Er leitete die Behörde mit Hauptsitz in Nürnberg seit 2010. Schmidt hat unter anderem erreicht, dass das Bundesamt einen gewaltigen Stellenzuwachs bekommt. Damit ist die Hoffnung verbunden, die Asylverfahren zu beschleunigen. Schmidt habe mit großem Verantwortungsbewusstsein und enormen Engagement die Voraussetzungen geschaffen, dass die Mitarbeiter des Bundesamtes ihre Aufgaben gut und engagiert wahrnähmen, erklärte das Ministerium.

epd

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