Bush ab Montag im Ring

Clinton hält erste größere Wahlkampfrede

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Foto: Die demokratische Bewerberin Hillary Clinton präsentierte sich am Samstag in ihrer ersten größeren Wahlkampfrede als Kämpferin für die Mittelschicht.

New York - Sind sie die beiden Spitzenkandidaten 2016? Mit einer Rede vor tausenden Menschen auf Roosevelt Island in New York steigt Hillary Clinton voll in den Wahlkampf ein. Aber am Montag stiehlt der Demokratin wohl erstmal der Republikaner Jeb Bush die Schau.

Der US-Präsidentschaftswahlkampf wird heißer. Die demokratische Bewerberin Hillary Clinton präsentierte sich am Samstag in ihrer ersten größeren Wahlkampfrede als Kämpferin für die Mittelschicht. Am Montag will mit dem Präsidentensohn und -bruder Jeb Bush einer ihrer potenziell gefährlichsten republikanischen Gegenspieler in den Ring steigen.

Bisher gilt Clinton aber als aussichtsreichste Bewerberin um die Nachfolge von Präsident Barack Obama: Laut Umfragen würde sie bei einer jetzigen Wahl alle republikanischen Kontrahenten schlagen.

Die ehemalige Außenministerin und Ex-First Lady stellte die Wirtschaft und Chancengleichheit für alle in den Mittelpunkt ihrer Rede vor tausenden Menschen auf Roosevelt Island in New York. Es sei Zeit, dass alle Amerikaner von der Wirtschaftserholung profitierten und nicht nur einige wenige. Den Republikanern warf sie eine Politik vor, die Reiche, Unternehmer und Banken begünstige. "Amerika kann nicht erfolgreich sein, wenn ihr nicht erfolgreich seid. Daher bewerbe ich mich um die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten", sagte Clinton, die nur am Rande auf die Außenpolitik einging. "Wohlstand ist nicht nur etwas für Vorstandsvorsitzende und Hedgefonds-Manager."

Wiederholt stellte Clinton die Verdienste von Obama heraus, gegen den sie 2008 im Vorwahlkampf verloren hatte. Im Gegensatz zu damals zeichnet sich diesmal aber keine ernste Konkurrenz im demokratischen Lager ab. Nach Angaben der Webseite Realclearpolitics führt Clinton durchschnittlich mit 47,5 Punkten vor ihrem liberaleren innerparteilichen Kontrahenten Bernie Sanders, der damit an zweiter Stelle liegt.

Bei der Präsidentschaftswahl würde ein Zweikampf mit dem libertären republikanischen Senator Rand Paul mit einem 2,8-Punkte-Vorsprung am knappsten ausgehen. Wäre Bush ihr Gegner, hätte Clinton mit 5,2 Prozentpunkten die Nase vorn.

dpa

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