Corona in Deutschland

Virologe Stürmer zum Lockdown: „Die Menschen sind zu leichtsinnig geworden“

Labore beklagen eine zunehmende Überlastung aufgrund der Corona-Pandemie. Virologe Christian Drosten spricht sich für den Lockdown aus.

  • Bei der Ministerpräsidentenrunde am Mittwoch wurden verschärfte Corona-Maßnahmen beschlossen.
  • Immer mehr Labore kommen personell und beim Material an ihre Kapazitätsgrenze.
  • Virologe Christian Drosten befürwortet den Lockdown.

Update vom 29.10.2020, 04.09 Uhr: Der Frankfurter Virologe Martin Stürmer hält die geplanten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für sinnvoll, um die zweite Welle zu brechen - aber nur dann, wenn sich danach das Verhalten ändert. „Es steht und fällt damit, dass sich die Menschen bewusst sind, dass es ohne ihr Mitwirken nicht funktioniert“, sagte der Laborleiter und Dozent nach Angaben der dpa.

Mit massiven Kontaktbeschränkungen gebe es eine gute Chance, die Infektionsketten zu durchbrechen, sagte Stürmer. Nur müssten die Menschen nach der „Rückkehr in den Normalbetrieb“ wieder darauf achten, sich an bestimmte Maßnahmen wie das Lüften oder die AHA-Regeln - Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen - zu halten. „Sonst führt das in eine Endlosschleife“, sagte Stürmer. Die Entwicklung der Fallzahlen habe gezeigt: „Die Menschen sind zu leichtsinnig geworden.“

Viele Labore in Deutschland kommen in der Corona-Pandemie wieder an Grenzen. Es fehlt an Material und Personal.

Virologe Drosten spricht sich für Lockdown aus

+++ 20.20 Uhr: Der Virologe und Corona-Experte Christian Drosten hat sich für einen zeitlich begrenzten Lockdown ausgesprochen. „Wenn wir jetzt einmal auf die Bremse treten würden, dann hätte das einen ganz nachhaltigen Effekt“, sagte Drosten im Podcast, „Coronavirus Update“ des NDR vom Dienstag. Denn derzeit sei die Inzidenz noch vergleichsweise niedrig.

Der Virologe Christian Drosten spricht sich für einen zeitlich begrenzten Lockdown aus.

„Dieses Virus lässt nicht mit sich verhandeln. Dieses Virus erzwingt bei einer bestimmten Fallzahl einfach einen Lockdown.“ Ein zeitlich befristeter Lockdown von etwa drei Wochen würde die Inzidenz erheblich senken, sagte Drosten. Zudem habe er den Vorteil, dass man Ausnahmen machen und Schulen geöffnet lassen könnte. Diese Mini-Lockdowns gebe es bereits in Großbritannien. Sie könnten das System vor einer Belastung angesichts der steigenden Corona-Infektionen schützen. Er befürwortete auch einen Fahrplan mit und ohne Beschränkungen bis zum Frühjahr, damit die Wirtschaft planen könne.

Drosten für mehr Corona-Schnelltestes in Deutschland

Zudem sprach sich Drosten für die gezielte Anwendung von Corona-Schnelltests aus, um Menschengruppen zu testen. Etwa, wenn eine Person im Büro gewesen ist und dann positiv getestet wurde. In diesem Fall sollten alle Menschen dort einen Antigen-Schnelltest machen. „In einer Viertelstunde wissen wir, ob wir hier einen Cluster haben oder nicht“, sagte er.

Labore beklagen Mangel an Personal und Material

+++ 17.21 Uhr: Immer mehr Labore klagen über einen Mangel an Material und Angestellten. Der Vorstandsvorsitzende des Verbands Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM), Michael Müller, forderte, die Tests auf das Notwendigste zu reduzieren: „Die Lage ist ernst. Es ist wichtig, dass wir die Auslastung der Laboratorien wieder zurückführen auf das Maß, das wir längerfristig durchhalten.“ Die Belastung durch die Corona-Pandemie werde durch die Influenza-Saison noch weiter verstärkt.

Unnötige Corona-Tests von Reiserückkehrern sorgen für leere Lager bei Laboren

Laut ALM liegt das Testaufkommen derzeit bei bundesweit 1,2 Millionen Tests pro Woche in 160 Laboren - 70.000 davon entfielen positiv auf das Coronavirus. Damit stieg die Zahl der Tests um 12 Prozent, 5,7 Prozent waren in der vergangenen Woche (19. - 25.10.2020) positiv und damit zwei Prozent vor als noch in der Vorwoche.

„Die Arbeitsbelastung unserer Teams in den PCR-Laboren ist brutal“, sagte ALM-Vorstandsmitglied Wolf Frederic Kupatt. Gleichzeitig sei der Markt für qualifizierte Kräfte weltweit „absolut leergefegt“. Auch an Material fehle es, erklärte ALM-Vorstand Evangelos Kotsopoulos. Abstrichtupfer, Reagenzien, Pipettenspitzen, bei den verschiedensten Materialien gebe es immer wieder Engpässe. Die Lager seien aufgrund der „unnötigen Testung von Reiserückkehrern“ leer. Müller wies daraufhin, dass es umso wichtiger sei, breit, aber gezielt zu testen.

Viele Labore in Deutschland kommen in der Corona-Pandemie wieder an Grenzen. Es fehlt an Material und Personal.

Kein Alkohol und kein Karneval in Köln am 11. November - „Bitte bleibt alle zu Hause“

+++ 15.21 Uhr: In Köln gilt der Beginn der Karnevalssaison am 11. November als hoher Feiertag, die halbe Stadt steht kopf. Dieses Jahr soll es aufgrund der Corona-Pandemie ruhiger zugehen, darum hat die Stadt für diesen Tag ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit erlassen. So sollen vor allem Karnevalstourismus eingeschränkt werden. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) appellierte eindringlich: „Bleibt bitte alle zu Hause. Feiert auch zu Hause nicht.“

Um für die eigenen Corona-Maßnahmen zu werben, will die Stadt Köln in den kommenden Wochen Plakate im Stadtgebiet aufhängen. Darauf sollen Prominente aus der Region zu sehen sein, dazu Sätze wie: „Am 11.11. feiere ich nicht. Weil es dein Leben schützt.“ Lediglich Fernsehübertragungen von Karnevalsbands im WDR sollen auf die Saison einstimmen.

Keine Eröffnung der Karnevalssaison am 11. November - ein schwerer Einschnitt für viele Menschen in Köln.

Verständnis für Karnevalsverbot wegen Corona-Pandemie

Karnevalspräsident Christoph Kuckelkorn zeigte sich verständnisvoll für die Entscheidung aufgrund der Corona-Pandemie. Er freue sich aber darauf, Karneval bald wieder so zu erleben, wie ihn die Kölner kennen.

Öffentliche Toiletten sollen in der Stadt ebenfalls nicht aufgestellt werden. Der Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Köln, Wolfgang Büscher, gab zu, dass es zu vermehrten „Wildpinklern“ kommen könnte. Wie genau das Karnevalsverbot durchgesetzt werden soll, gab die Stadt zunächst nicht bekannt.

Corona in Deutschland: Karl Lauterbach fordert befristeten Lockdown

+++ 11.00 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert zeitnah einen befristeten Lockdown, um das aktuell starke Wachstum der Corona-Fallzahlen zu stoppen. Im Gespräch mit dem Fernsehsender phoenix sagte er: „Wir brauchen eine Atempause, eine Art Wellenbrecher-Lockdown. Wir müssen aus dem exponentiellen Wachstum wieder raus.“ Er vermutet, dass Deutschland sonst in drei Wochen wieder dort sei, „wo wir im Frühjahr waren, nur dass wir dann vor einem langen Winter stehen und in einen kompletten Lockdown müssten.“ Dieser sei dann alternativlos, warnt er, das exponentielle Wachstum lasse keinen „dritten Weg“ zu.

SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach fordert schnelles Handeln wegen der steigenden Corona-Neuinfektionen.

Corona-Krise in Deutschland: Strobl fordert einwöchigen Lockdown

Update vom Dienstag, 27.10.2020, 07.45 Uhr: Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Thomas Strobl fordert bei einer weiteren Verschärfung der Corona-Lage einen gut einwöchigen Lockdown in Deutschland. „Wenn die Zahlen sich weiter so entwickeln, dann müssen wir Maßnahmen in den Blick nehmen, etwa, dass wir auch einmal für eine Woche alles dicht machen, dass von Freitag bis Sonntag die Woche drauf gar nichts mehr geht“, sagte der baden-württembergische Innenminister dem Nachrichtenportal „The Pioneer“ (Dienstag). Auf die Frage, ob die Schließung auch Schulen, Kitas und Geschäfte betreffen würde, sagte Strobl: „Alles heißt alles.“ Das bedeute auch Einschränkungen im Grenzverkehr.

Damit könne man das Infektionsgeschehen zum Stillstand bringen, argumentierte Strobl. Der Vorteil dieser „sehr, sehr harten“ Lösung wäre die zeitliche Begrenzung. Der CDU-Politiker betonte aber auch, dann wären ein Weihnachtsgeschäft und eine gemeinsame Weihnachtszeit mit der Familie wieder möglich.

Merkel berät am Mittwoch über weitere Corona-Maßnahmen

+++ 19.12 Uhr: Angesichts rasant zunehmender Corona-Infektionen will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ländern dringend über eine stärkere Eindämmung beraten. Bereits an diesem Mittwoch (28.10.2020) soll es dazu eine Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten geben - noch vor deren turnusmäßiger Konferenz am Freitag. Es gehe darum, was Bund und Länder gemeinsam tun könnten, um möglichst schnell den Trend zu brechen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Allen sei bewusst, „dass dabei jeder Tag zählt“. Seibert sprach von einem „drastischen Anstieg“ der Neuinfektionen und einer „sich zuspitzenden ernsthaften Lage“. In zahlreichen Kommunen sei ein Nachverfolgen der Kontaktpersonen jedes einzelnen Infizierten nicht mehr möglich, da die Zahlen einfach zu hoch seien. 

Bei der Ministerpräsidentenrunde Merkel offenbar für weitere Corona-Beschränkungen werben. Diese sollen in ganz Deutschland gelten und könnten einen „Lockdown Light“ darstellen, berichtet „Bild“. Bereits am Samstag mahnte Merkel angesichts der rasant steigenden Corona-Fallzahlen, persönliche Kontakte zu beschränken und sich an Maßnahmen zu halten.

Allen sei bewusst, dass jeder Tag zähle, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert über die anstehende Bund-Länder-Runde. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die 16 Ministerpräsidenten beraten am Mittwoch in einer Video-Konferenz über das weitere Vorgehen in der Coronakrise. Im Gegensatz zum Frühjahr sollen die verschärften Maßnahmen nicht alle Bereiche umfassen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt zu einer Sitzung des Bundeskabinetts im Kanzleramt. Foto: Markus Schreiber/AP-Pool/dpa

Neue Corona-Beschränkungen: Maßnahmen offenbar vor allem in einem Bereich

Die strengeren Corona-Maßnahmen sehen laut „Bild“ nicht vor, dass Schulen und Kitas in Deutschland geschlossen werden.  Auch der Einzelhandel solle mit neuen Einschränkungen offen bleiben. Verschärfte Einschränkungen sollen vor allem für die Gastronomie und Veranstaltungen gelten.

Die Kanzlerin sieht die Corona-Krise auch als Bewährungsprobe für den Zusammenhalt in der Gesellschaft. „Die Pandemie mit ihren vielfältigen Folgen trifft uns alle, einige aber besonders hart - vor allem jene, die ohnehin nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens stehen, die im Alltag Aufmerksamkeit und Unterstützung brauchen, die sie nun aber coronabedingt noch schwerer als sonst bekommen können. Und so gewinnt die soziale Frage an Schärfe“, sagte Merkel in einer Videobotschaft bei der Verleihung des Sozialpreises 2020 der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege.

Gewalt bei Demos gegen Corona-Maßnahmen - 50 Personen festgenommen

+++ 18.12 Uhr: Bei den Demonstrationen gegen Corona-Beschränkungen in Berlin hat die Polizei am Sonntag 50 Personen vorübergehend festgenommen. Zudem wurden 64 Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, Landfriedensbruchs, Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen versuchter Gefangenenbefreiung. Auch 71 Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen Verstößen gegen den Infektionsschutz wurden festgestellt. Das teilte die Polizei Berlin heute in einer Bilanz mit.

18 Polizeibeamt:innen wurden bei den Anti-Corona-Demos in Berlin verletzt. Insgesamt 650 Beamt:innen waren bei den Demonstrationen im Einsatz. Es seien eine zunehmende Gewaltbereitschaft und Regelbrüche zu beobachten, sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD). Bei freiheitsbeschränkenden Maßnahmen der Polizei sei es zu Widerstand und tätlichen Angriffen gegen die Einsatzkräfte gekommen.

Corona in Deutschland: Nürnberger Weihnachtsmarkt abgesagt

Nachdem bereits mehrere Städte ihren Weihnachtsmarkt abgesagt haben, kommt nun das Aus für den weltbekannten Christkindlesmarkt in Nürnberg. „Uns fällt diese Entscheidung sehr schwer. Der Christkindlesmarkt mit seiner großen Tradition gehört zu Nürnberg“, sagte Oberbürgermeister Marcus König (CSU).

Ursprünglich hatte die Stadt Nürnberg geplant, den traditionellen Christkindlesmarkt dezentraler und mit einem strengen Hygiene-Konzept stattfinden zu lassen.  Angesichts der steigenden Corona-Zahlen halte die Stadt dieses nun für ein falsches Signal, sagte König. In Nürnberg bewegt sich die 7-Tage-Inzidenz auf 100 Infektionen pro 100.000 Einwohner zu.

Schäuble ruft zu Corona-Disziplin im Bundestag auf

+++ 14.49 Uhr: Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat Abgeordnete dazu aufgerufen, die Corona-Regeln einzuhalten. In einem Schreiben an die Parlamentarier:innen erinnerte Schäuble daran, dass noch sechs Sitzungswochen im aktuellen Jahr zu absolvieren sind. „Sie fallen in eine Phase, in der die Pandemie auch in Deutschland an Wucht gewinnt“, schrieb der Bundestagspräsident den 709 Abgeordneten.

AfD-Abgeordnete sträuben sich gegen Maskenpflicht

Aus diesem Grund sei das Tragen von Masken, das regelmäßige Lüften und das Einhalten von Abstands- und Hygieneregeln besonders wichtig. Die Angestellten des Bundestags rief Schäuble auf, so oft wie möglich von Zuhause zu arbeiten. Gespräche sollten per Telefon oder Video-Konferenz stattfinden. Außerdem sollen die Abgeordneten die verfügbaren Corona-Schnelltests nutzen, besonders nach Besuchen in Risikogebieten.

Abgeordnete der AfD hatten zuletzt massive Kritik an den Regelungen geäußert. 19 Abgeordnete und 9 Angestellte wollten Schäuble eine Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung unterzeichnen lassen, welche die Maskenpflicht in Gebäuden des Bundestags aufgehoben hätte. Dem hatte sich Schäuble jedoch strikt verweigert.

Lockdown in nächstem bayrischen Landkreis

+++ 13.00 Uhr: Nach dem Landkreis Berchtesgaden kommt es auch im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn zum Lockdown. Ab Dienstag werden dort die Schulen und Kindertagesstätten geschlossen und alle Veranstaltungen abgesagt, wie das Landratsamt am Montag in Pfarrkirchen mitteilte. Die beschlossenen Maßnahmen seien mit denen im Berchtesgadener Land vergleichbar - dort sind seit vergangener Woche ebenfalls Kitas und Schulen geschlossen und dürfen Einwohner ihre Wohnung nur mit triftigem Grund verlassen.

In Rottal-Inn gab laut Robert Koch-Institut zuletzt aber 260,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus binnen sieben Tagen, damit liegt die Siebentageinzidenz über dem Landkreis Berchtesgaden mit 237 Neuinfektionen. Die beiden bayerischen Kreise sind damit die Landkreise mit dem deutschlandweit höchsten Infektionsgeschehen.

Wegen Corona trübt sich Geschäftsklima wieder ein

+++ 11.39 Uhr: Das Geschäftsklima in Deutschland trübt sich aufgrund der Corona-Pandemie wieder ein. Das zeigt der „Geschäftsklimaindex“ des Wirtschaftsforschungsinstituts ifo. Der Wert des monatlich erfassten Index sank demnach von 93,2 auf 92,7 Punkte. Das ist der erste Rückgang seit April. „Die Nervosität der deutschen Wirtschaft steigt wieder“, heißt es vonseiten des ifo zu der Entwicklung. Insbesondere im Dienstleistungsgewerbe gab es nach Angaben des ifo eine „merkliche“ Verschlechterung.

Die Corona-Lage in Deutschland verschärft sich zusehends, besonders dem Dienstleistungsgewerbe macht das zu schaffen.

Letzter Tiefpunkt in Deutschland zu Beginn der Corona-Pandemie

Am Tiefpunkt im Jahr 2020 lag der Geschäftsklimaindex im April bei einem Wert von 74,3, dem niedrigsten je gemessenen Wert. Grund dafür war die pessimistische Einschätzung der Lage durch Unternehmen aufgrund der Corona-Pandemie.

Der ifo Geschäftsklimaindex wird auf Basis von rund 9.000 monatlichen Unternehmensmeldungen erhoben. Die Unternehmen geben gegenüber dem ifo ihre wirtschaftlichen Erwartungen für die nächsten sechs Monate an. Als Antwortmöglichkeiten kann die aktuelle Lage als „gut“, „befriedigend“ oder „schlecht“ bewertet werden. Die Aussicht kann als „günstiger“, „gleich bleibend“ oder „ungünstiger“ bewertet werden. Als Wert 100 gelten die Aussichten der Unternehmen im Durchschnitt aus dem Jahr 2015.

Der ifo Geschäftsklimaindex sinkt im Oktober 2020 wieder. Die Grafik zeigt die Entwicklung seit Januar 2018.

Corona: „Es stehen uns sehr, sehr schwere Monate bevor“, warnt Merkel

Update vom Montag, 26.10.2020, 06.25 Uhr: Am Montag berät Merkel erneut mit den zuständigen Bundesminister:innen im Corona-Kabinett. Am Freitag kommen die Regierungschefs der Bundesländer zu ihrer Jahreskonferenz zusammen, den Vorsitz hat seit Anfang Oktober Berlin inne. In den vergangenen Tagen hatte es immer wieder Appelle für mehr Einheitlichkeit bei den Corona-Auflagen bundesweit gegeben, etwa von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagte der „Rheinischen Post“ (Montag): „Wir brauchen einen einheitlichen Maßnahmenkatalog. Die Bürger wollen Transparenz, sie wollen wissen, was passiert, wenn ihr Landkreis rot, gelb oder grün eingestuft ist.“ 

Corona-Krise in Deutschland: Kanzlerin Merkel warnt vor schweren Zeiten

+++ 20.01 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einem Bericht zufolge erneut vor schwierigen Monaten wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland gewarnt. „Es stehen uns sehr, sehr schwere Monate bevor“, sagte die CDU-Politikerin laut „Bild“ in einer Schaltkonferenz mit den CDU-Fraktionschefs der Bundesländer.

An der Runde nahm nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa auch Ralph Brinkhaus, Chef der Unions-Bundestagsfraktion, teil. Über die bevorstehende Ministerpräsidentenkonferenz in der anstehenden Woche zeigte sich Merkel laut „Bild“ besorgt. Sie habe „kein so gutes Gefühl“, sagte die Kanzlerin demnach. „So kann es nicht weitergehen“.

Corona in Deutschland: Kontaktverbote an Weihnachten denkbar

+++ 14.00 Uhr: Im Falle weiterhin stark ansteigender Corona-Infektionszahlen müssen Familien wohl damit rechnen, nicht wie gewohnt Weihnachten zusammen feiern zu können. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“. Der hessische Staatskanzleichef Axel Wintermeyer etwa sagte der Zeitung, das Fest werde sich in diesem Fall „in einem engeren Rahmen abspielen müssen“. Man solle „wo immer möglich Kontakte reduzieren, auf Reisen verzichten, auf alles, was vermeidbar ist“.

Der Staatskanzleichef des Saarlandes, Henrik Eitel, sagte, dass Familien „schlimmstenfalls“ ihre Besuche an den Weihnachtsfeiertagen aufteilen müssten. Am Sonntag meldete das Robert Koch-Institut 11.176 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden - ein ähnlich hoher Wert wie an den Tagen zuvor.

Politiker halten ein Kontaktverbot an Weihnachten bei weiter stark steigenden Corona-Infektionszahlen für möglich.

Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Berlin: Demonstrierende halten sich nicht an Route

Unterdessen protestierten in Berlin demonstrieren seit 13.00 Uhr erneut Menschen unter dem Motto „Querdenken“ gegen die Corona-Maßnahmen in Deutschland. Die Polizei sprach zum Auftakt am Alexanderplatz von mehreren hundert Teilnehmenden. Die Demonstrierenden sind verpflichtet, Mund-Nasen-Schutz zu tragen und einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Die Polizei wies darauf mit Durchsagen hin. Jedoch zeigen zahlreiche Videos auf Twitter Demonstrierende weder mit Abstand noch mit Maske.

Demonstrierende haben der Polizei zufolge außerdem die erlaubte Strecke für den Demonstrationsaufzug verlassen. Eine Sprecherin der Polizei sagte, zwei Gruppen seien in verschiedene Richtungen gelaufen. In einer Durchsage der Polizei hieß es, die Veranstaltung auf dem Alexanderplatz sei von der Veranstalterin aufgelöst worden. Journalisten vor Ort berichten, es habe eine Zeit lang eine unkoordinierte Situation auf dem Platz geherrscht. Demonstrierenden seien aus der Menge ausgebrochen und orientierungslos umhergelaufen. Es habe Polizeiketten gegeben, die mehrfach von Demonstrierenden durchbrochen worden seien.

Corona in Deutschland: Lauterbach hält Lockdown in wenigen Wochen für wahrscheinlich

Update vom Sonntag, 25. Oktober 2020, 8.30 Uhr: Aufgrund der steigenden Fallzahlen in der Corona-Krise halten immer Fachleute einen erneuten Lockdown mittlerweile für kaum noch abwendbar. „Wenn es uns in den kommenden zwei bis drei Wochen nicht gelingt, die persönlichen Kontakte zu beschränken, werden die Zahlen in wenigen Wochen so stark gestiegen sein, dass uns nur noch ein erneuter Lockdown bleibt“, sagte zum Beispiel Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte, gegenüber der „Bild am Sonntag“.

Zuvor hatte auch schon Christian Drosten einen befristeten Lockdown als Mittel im Kampf gegen die Corona-Pandemie erwägt. Der Virologe hatte sich dabei auf eine britische Studie bezogen, die einem sogenannten „Circuit Breaker“ große Wirkung zugeschrieben hatte. Ein solcher Lockdown müsste aber von Anfang als zeitlich klar befristete Maßnahme kommuniziert werden.

Corona in Deutschland: Berlin verfolgt nicht mehr alle Ansteckungen – Behörden überlastet

+++ 19.01 Uhr: Angesichts der Vielzahl von Corona-Erkrankten in Berlin setzen die Behörden bei deren Isolation und der Nachverfolgung ihrer Kontakte auf eine neue Strategie. Aufgrund der pandemischen Lage sei es den Gesundheitsämtern nicht mehr möglich, jeden einzelnen Fall mit viel Aufwand und sehr zügig zu bearbeiten, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Freitag. Zudem teilte sie mit: „Ein Lockdown mit strengeren Regeln steht vor der Tür.“

Corona in Deutschland: Infizierte in Berlin sollen sich ohne Kontakt zum Gesundheitsamt in Quarantäne begeben

Menschen mit positivem Corona-Testergebnis sind in Berlin deshalb nun aufgerufen, sich auch ohne Kontakt zum Gesundheitsamt so schnell wie möglich in häusliche Isolation zu begeben. Zudem sollen sie Kontaktpersonen rasch über die Infektion informieren, damit diese sich in Quarantäne begeben können.

Man setze nun stärker auf die Eigenverantwortung von Infizierten und ihren Kontaktpersonen, sagte Kalayci nach einer Schaltkonferenz mit den Gesundheitsstadträten der Bezirke. Bei Corona-Tests und der Kontaktnachverfolgung liege der Schwerpunkt bei Risikogruppen, etwa Personal und Patienten in Krankenhäusern und Pflege oder obdachlosen Menschen.

„Das heißt nicht, dass die anderen Kontakte nicht nachverfolgt werden“, betonte Kalayci. „Dort wird es aber etwas Zeit kosten.“ Amtsärzte hatten einen solchen Strategiewechsel gefordert.

Update vom Samstag, 24.10.2020, 13.56 Uhr: In Deutschland werden wieder mehr Corona-Patienten in Intensivstationen behandelt. Die Kliniken sehen sich einem Zeitungsbericht zufolge für die zweite Welle gut gerüstet. Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, bezeichnete die aktuelle Situation trotz steigender Infektionszahlen als beherrschbar. „Die Krankenhäuser sind hoch alarmiert, ohne hektisch zu sein“, sagte Baum dem „Mannheimer Morgen“.

Corona in Deutschland: Kliniken sehen sich für zweite Welle gut gerüstet

Zurzeit gebe es mehr als 8000 freie Intensivbetten, wobei durch Verschieben von nicht notwendigen Behandlungen weitere 10000 Betten frei gemacht werden könnten. „Außerdem müssen nicht alle Patienten, die mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus kommen, intensivmedizinisch behandelt werden.“ Laut Baum werden derzeit 6000 Patienten in Krankenhäusern wegen Covid-19 behandelt, etwa 1.000 davon liegen auf der Intensivstation.

„Die Kapazitäten werden noch lange reichen, ehe es bedenklich wird“, gab Baum sich überzeugt. Damit die Lage in den kommenden Wochen und Monaten aber nicht außer Kontrolle gerate, sei insgesamt sehr viel Vorsicht und Einsatzbereitschaft gefordert. Jeder müsse selbst vorbeugend tätig sein und das machen, was Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sage, und nicht notwendige Kontakte vermeiden.

Corona in Deutschland: Oberverwaltungsgericht kippt Beherbergungsverbot

+++ 17.21 Uhr: Schleswig-Holsteins Oberverwaltungsgericht hat das sogenannte Beherbergungsverbot für Touristen aus Corona-Hotspots gekippt. Das berichtet die Deutsche Presseagentur. Das Gericht in Schleswig stufte die Regelung am Freitag als rechtswidrig ein. Es erklärte die Regelung in einem Eilverfahren für außer Vollzug gesetzt, bis eine Entscheidung in der Hauptsache getroffen ist.

+++ 15.15 Uhr: In Deutschland werden mehr und mehr Corona-Patienten in Intensivstationen in Krankenhäusern behandelt. Nach Zahlen des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) vom Freitag werden derzeit 1121 Patienten mit Covid-19 intensivmedizinisch behandelt. Vor einer Woche waren es noch 690, vor zwei Wochen 510 und vor einem Monat 293 gewesen. 478 Corona-Patienten werden derzeit beatmet.

Demnach sind aktuell 21 736 Intensivbetten belegt. 7784 sind frei. Das sind 873 freie Betten weniger als noch vor einer Woche. Darüber hinaus steht eine „Notfallreserve“ von 12 717 Intensivbetten bereit, die innerhalb von sieben Tagen verfügbar wären.

Corona-Impfungen voraussichtlich ab 2021

+++ 12.00 Uhr: Das Bundesgesundheitsministerium bleibt bei seiner Einschätzung, dass erste Corona-Impfungen voraussichtlich in den ersten Monaten des nächsten Jahres möglich werden. Man gehe weiterhin davon aus, dass Anfang 2021 ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Freitag auf Anfrage. Der „Spiegel“ zitiert Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in seiner neuen Ausgabe mit den Worten, es könne Januar sein, vielleicht auch Februar oder März - oder sogar noch später.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bei einer Grippeschutzimpfung in der Charité.

„Bild“ hatte zuvor unter Berufung auf Teilnehmer einer Videoschaltkonferenz der Gesundheitsminister der Länder mit Spahn Anfang der Woche berichtet, dass Impfungen schon früher möglich sein könnten. Spahn habe dort erklärt, die Firma Biontech (Mainz) stehe dicht vor der Zulassung eines Impfstoffs. Auf Nachfragen, wann er mit ersten Impfungen rechne, habe Spahn gesagt, „Das könnte noch vor Ende des Jahres passieren.“

Corona in Deutschland: Montgomery warnt vor zweitem Lockdown

Update vom Freitag, 23.10.2020, 06.20 Uhr: Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, warnt für den Fall eines weiteren Anstiegs der Corona-Neuinfektionen* bei 20.000 Neuinfektionen am Tag gerate die Lage außer Kontrolle. „Dann wäre es für Gesundheitsämter nicht mehr möglich, die Infektionsketten nachzuverfolgen und zu unterbrechen“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Freitag). „Dann droht uns ein zweiter Lockdown, weil sich das Virus anders nicht mehr bremsen lässt.“

Montgomery begrüßte die verhängten Einschränkungen im besonders betroffenen Landkreis Berchtesgadener Land, wo seit Dienstag strikte Ausgangsbeschränkungen gelten. „Bei lokalen Ausbrüchen müssen wir konsequent reagieren“, sagte der frühere Präsident der Bundesärztekammer. „Darum ist es genau richtig, dass der Landkreis Berchtesgaden einen lokalen Lockdown verhängt hat. So sollten bundesweit alle Orte mit solchen Inzidenzwerten reagieren.“

Frank Ulrich Montgomery: Montgomery: Bei 20.000 Infektionen am Tag droht zweiter Lockdown.

Unterdessen sieht der bayerische Ministerpräsident Markus Söder das Land vor einer Weichenstellung. „Ich glaube, das wird jetzt eine spannende Zeit für uns alle werden. Es wird schon eine wichtige Weichenstellung sein“, sagte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder in der Sendung „ZDF spezial“. „Es muss uns gelingen, diese Welle zu brechen. (...) Und wenn wir jetzt ein bisschen mehr tun, dann werden wir hinterher weniger Folgen haben.“

Söder sagte zum jüngsten Anstieg der Infektionszahlen: „Es ist genau das eingetreten, wie schon vor Wochen prognostiziert, dass mit Leichtsinn und mit mangelnder Vorsicht leider eine entsprechend höhere Zahl an Infektionen stehen kann.“ Darum müssten die jetzt eingeleiteten Maßnahmen überall konsequent umgesetzt werden. Der CSU-Chef forderte, es brauche jetzt auch Geduld - „die gleiche Mentalität, die wir im Frühjahr hatten: das Mitmachen, Vorsicht, Disziplin und Rücksichtnahme“. Damals habe Deutschland der ersten Welle „sehr erfolgreich getrotzt“. Mit Geduld und Rücksichtnahme sei es durchaus machbar, die Situation zu meistern „und dass wir eben kein Schließen von Grenzen haben, kein Schließen von Schulen und Kitas haben“, fuhr Söder fort. „Aber es hängt sehr viel von jedem Einzelnen ab.“

Corona in Deutschland: Verfassungsgericht lehnt Eilantrag gegen Beherbergungsverbot ab

+++ 16:09 Uhr: Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat einen Eilantrag gegen ein umstrittene Beherbergungsverbot abgelehnt. Die Beherbergungsverbote sehen vor, dass Personen aus Corona-Risikogebieten in einige Bundesländer nur mit einem negativen Coronatest einreisen dürfen. Die Verfassungsrichter:innen lehnten den Eilantrag aufgrund inhaltlicher Mängel ab. Der Antrag sei argumentativ zu dünn für eine inhaltliche Entscheidung, teilte das Gericht mit.

Eine Familie aus Tübingen hatte gegen das Beherbergungsverbot in Schleswig-Holstein geklagt, da sie auf Sylt Urlaub machen wollte. Tübingen gilt aufgrund steigender Coronazahlen als Risikogebiet. In Schleswig-Holstein dürfen Feriengäste aus Risikogebieten nur aufgenommen werden, wenn sie einen negativen Coronatest vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Das Bundesverfassungsgericht begründete sein Urteil damit, dass die Kläger nicht dargelegt hätten, warum ein Corona-Testergebnis in oder um Tübingen für sie nicht rechtzeitig oder zumutbar zu bekommen sei. Die Richter:innen schrieben, dass das Beherbergungsverbot „schwerwiegende Eingriffe in Grundrechte“ bewirke, beurteilten jedoch nicht, ob sie diese Verbote für verfassungsgemäß halten.

Jens Spahn mit Virus infiziert - Sorge um weitere Regierungsmitglieder

Update, 13:32 Uhr: Nach der Corona-Infektion von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich Bundesinnenminister Horst Seehofer zweimal einem Corona-Test unterzogen. Das bestätigte ein Sprecher seines Ministeriums. Beide Ergebnisse sind negativ ausgefallen.

Erstmeldung von 9:20 Uhr:
Frankfurt - Nach der Corona-Infektion von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) werden heute die Testergebnisse der anderen Kabinettsmitglieder erwartet. Spahn ist als erster Minister in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er befindet sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Auf Twitter schrieb er, dass er „aktuell nur Erkältungssymptomatik“ habe. Die Corona-Krise in Deutschland spitzt sich indes weiter zu. Das Robert-Koch-Institut informiert über die aktuelle Corona-Lage in einer Pressekonferenz.

Alle Kontaktpersonen von Jens Spahn wurden laut dem Gesundheitsministerium informiert, berichtet die „Tagesschau“. Die Ministerinnen und Minister, die am Mittwoch gemeinsam mit dem Gesundheitsminister an der Kabinettssitzung im Kanzleramt teilgenommen haben, sollen jedoch nicht alle in Quarantäne gehen. Unter den teilnehmenden Regierungsmitgliedern war auch Familienministerin Franziska Giffey (SPD). Ein Corona-Schnelltest am Mittwochnachmittag war bei ihr negativ, ein weiterer Schnelltest soll folgen. Giffey hatte bei einer Pressekonferenz am Freitag lange gemeinsam mit Jens Spahn auf einem Podium gesessen.

Corona in Deutschland: Hat Jens Spahn weitere Minister infiziert?

Ein Regierungssprecher erklärte, das Kabinett tage unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln, die darauf abzielten, dass auch bei Anwesenheit einer mit Corona infizierten Person eine Quarantäne anderer oder gar aller Teilnehmer nicht erforderlich werde. Ein Bild der Sitzung zeigt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die die Sitzung leitet. Zwischen den Teilnehmern sind mehrere Plätze frei. Jens Spahn hatte an der Sitzung teilgenommen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) leitet die Sitzung des Bundeskabinetts im Kanzleramt am Mittwoch, 21. Oktober 2020.

Bei der Sitzung im Bundeskabinett nicht anwesend waren offenbar Außenminister Heiko Maas (SPD), Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil (SPD) und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), berichtet „Bild“. Nach Angaben der Zeitung sollen sich alle Minister, die an der Kabinettssitzung mit Jens Spahn teilgenommen haben, auf Corona testen lassen. (Sarah Neumeyer mit dpa) *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Daniel Bockwoldt / dpa

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