Corona-Krise

Corona-Lockdown: Diese Regeln gelten ab Montag an Schulen und Kitas – Übersicht für alle Bundesländer

Der Corona-Lockdown in Deutschland wurde verlängert. Auch Schulen und Kitas sind betroffen – und zwar in jedem Bundesland etwas anders. Die aktuellen Regelungen für Schulen und Kitas im Überblick.

  • Bund und Länder haben sich auf einen Corona-Lockdown bis Ende Januar geeinigt.
  • Vom Lockdown zur Eindämmung des Coronavirus* sind auch Schulen und Kitas massiv betroffen.
  • Wir zeigen die Regelungen der Bundesländer im Überblick.

Frankfurt – Nach der Einigung über die Verlängerung des Lockdowns* zwischen Bund und Ländern liegt die Umsetzung nun in der Verantwortung der jeweiligen Bundesländer. Wir haben die wichtigsten Regelungen für Schulen und Kitas für Sie zusammengefasst. Die Zusammenstellung wird regelmäßig aktualisiert. (Stand: 07.01.2021)

Corona-Regeln im Lockdown: Das gilt an Schulen und Kitas in Baden-Württemberg

Schulen und Kitas werden in Baden-Württemberg laut Kultusministerium bis zum 31. Januar geschlossen bleiben. Grundschüler:innen sollen zu Hause mit Lernmaterialien arbeiten. Ab Klasse 5 wird ein Fernunterricht angeboten. Für Abschlussklassen können Schulen ab dem 11. Januar zusätzlichen Präsenzunterricht anbieten. Eine Notbetreuung wird es für Kinder in Kitas sowie Schüler:innen der Klassen 1 bis 7 geben.

Bayern mit strengen Corona-Regeln für Schulen und Kitas

Nach Beschluss des Ministerrates wird in Bayern bis zum 29. Januar für alle Jahrgangsstufen an allen Schulen Distanzunterricht stattfinden. Eine Notbetreuung wird es für Schüler:innen der Jahrgangsstufen 1 bis 6 geben. Auch Kitas werden weiterhin geschlossen bleiben. Ebenso wie bei den Schulen wird es auch hier eine Notbetreuung geben. Sollte es das Infektionsgeschehen zulassen, strebt der Freistaat eine gestaffelte Rückkehr zum Präsenzunterricht ab Februar an.

Corona-Regeln im Lockdown: Berlin will Schulen und Kitas schrittweise öffnen

In Berlin sollen die Schulen schrittweise wieder geöffnet werden. Laut Bildungsverwaltung sollen zunächst die Abschlussklassen ab dem 11. Januar mit Wechselunterricht starten. Schüler:innen der Klassen 1 bis 3 sollen ab dem 18. Januar wieder für drei Stunden täglich beschult werden. Das gilt ab dem 25. Januar auch für Schüler:innen der Klassen 4 bis 6, ab dem 8. Februar dann für alle. Berliner Kitas bieten weiterhin eine Notbetreuung an.

Für Schulen und Kitas gibt es im Corona-Lockdown neue Regeln. Von einer Aufhebung der Präsenzpflicht bis hin zur Notbetreuung ist alles dabei.

Corona-Regeln im Lockdown: Brandenburg lässt die Schulen zu

In Brandenburg bleibt der Präsenzunterricht grundsätzlich untersagt. Grundschüler:innen sollen laut Landesregierung ab dem 25. Januar Wechselunterricht erhalten – vorausgesetzt die Infektionslage lässt das zu. Die bereits bestehende Notbetreuung soll ab dem 18. Januar auch auf Kinder von Alleinerziehenden ausgeweitet werden. Krippen und Kindergärten bleiben geöffnet.

Corona-Regeln im Lockdown: Schulen in Bremen starten mit Übergangswoche

In Bremen findet laut Senatsverwaltung ab dem 11. Januar eine Übergangswoche für Schulen statt. Schülern:innen der Klassen 1 bis 6 wird die Teilnahme am Präsenzunterricht ermöglicht, die Anwesenheitspflicht bleibt jedoch bis zum Monatsende ausgesetzt. Die Teilnahme am Unterricht wird für Schüler:innen der Klassen 1 bis 6 empfohlen, für die Klassen 7 bis 9 empfiehlt der Senat eine Mischung aus Präsenz- und Distanzunterricht. Abschlussklassen erhalten Unterricht in einem Wechselmodell.

Kitas arbeiten in Bremen im eingeschränkten Regelbetrieb. Um auf das Infektionsgeschehen reagieren zu können, existiert ein Ampelsystem, das die Öffnung der Einrichtungen steuern soll. Daher kann es zeitweise zu Einschränkungen kommen.

Corona-Regeln im Lockdown: Das gilt an Schulen und Kitas in Hamburg

Die Stadt Hamburg hat die Aufhebung der Präsenzpflicht an Schulen bis zum 31. Januar verlängert. Für Schüler:innen soll Distanzunterricht angeboten werden. Schüler:innen, die nicht zu Hause lernen können, dürfen die Schulen aber weiterhin besuchen und werden dort betreut. Laut dpa plant die Stadt Hamburg Sonderregelungen für Abschlussklassen. In den Kindergärten gilt eingeschränkter Regelbetrieb. Eltern, die ihre Kinder nicht zu Hause betreuen können, dürfen diese weiterhin in die Kita geben. Es ist jedoch mit Einschränkungen der Betreuungszeiten zu rechnen.

Corona-Regeln im Lockdown: Schulen in Hessen mit Distanzunterricht – Kitas bieten Notbetreuung

In Hessen ist die Präsenzpflicht für Schüler:innen der Klassen 1 bis 6 bis Ende Januar ausgesetzt. Ein Präsenzunterricht soll aber weiterhin angeboten werden. Für Schüler:innen ab Klasse 7 soll grundsätzlich Distanzunterricht angeboten werden. Einzige Ausnahme: Abschlussklassen sollen weiterhin in den Schulen unterrichtet werden – unter Einhaltung des Mindestabstandes.

Familien werden gebeten, ihre Kinder nach Möglichkeit nicht in die Kita zu schicken, sondern zu Hause zu betreuen. Weitere Vorgaben wollte das Land für diese Einrichtungen nicht machen.

Schüler beobachten vor einem Gymnasium ihre Klassenkameraden durch das Fenster. In vielen Bundesländern ist Präsenzunterricht nur noch in Ausnahmefällen erlaubt.

Corona-Regeln: Besuch von Kitas und Schulen in Mecklenburg-Vorpommern anmelden

Mecklenburg-Vorpommern hebt die Präsenzpflicht für Schüler:innen aller Jahrgangsstufen auf. Grundsätzlich gelte aber, dass die Schulen für Schüler:innen der Klassen 1 bis 6 weiterhin geöffnet sein werden. Laut Kultusministerium ist für Abschlussklassen ein Unterricht in Präsenz möglich. Hierfür kann auch vorm regulären Stundenplan abgewichen werden, um sich auf die Prüfungsfächer zu konzentrieren und die Räumlichkeiten besser zu nutzen.

Eltern sollen ihre Kinder nur in die Kita bringen, wenn eine anderweitige Betreuung nicht möglich ist. Laut Landesregierung müssen die Kinder vorab angemeldet werden. Das gilt ebenso für Kinder der Klassen 1 bis 6, die die Schule besuchen sollen.

Corona-Regeln im Lockdown: So sind die Regeln für Schulen und Kitas in Niedersachsen

Das niedersächsische Kultusministerium hat für die kommenden Wochen einen Notfallfahrplan vorgestellt. Wie die dpa berichtet, gilt an Grundschulen in der Woche von 11. bis 15. Januar Distanzlernen. Eine Notbetreuung mit bis zu halber Klassengröße soll angeboten werden. Für den Rest des Monats soll ein Wechselmodell mit Notbetreuung gelten. An den weiterführenden Schulen soll es in den kommenden Wochen Distanzunterricht geben. Ausgenommen sind Abschlussklassen, die im Wechselunterricht beschult werden sollen.

Kitas werden in Niedersachsen eine Notbetreuung anbieten. Die Einrichtungen dürfen maximal die Hälfte der angemeldeten Kinder betreuen.

Kein Präsenzunterricht an Schulen in NRW – Kitas eingeschränkt geöffnet

Der Präsenzunterricht in Nordrhein-Westfalen wird bis zum 31. Januar ausgesetzt. Das meldet das zuständige Kultusministerium. Für alles Jahrgangsstufen wird ab dem 11. Januar Distanzunterricht angeboten. Diese Regelung soll auch für Abschlussklassen gelten. Ein Betreuungsangebot soll es für alle Schüler:innen der Klassen 1 bis 6 geben, die nicht zu Hause betreut werden können. Regulärer Unterricht findet während der Betreuung nicht statt.

Die Landesregierung bittet darum, dass Kindergartenkinder nach Möglichkeit zu Hause betreut werden. Die Betreuungszeit in den Kitas wird um jeweils zehn Stunden pro Woche verkürzt.

Corona-Lockdown: Rheinland-Pfalz mit Stufenplan für Schulen

Das Bundesland Rheinland-Pfalz hat für die Schulen eine dreistufige Regelung beschlossen. Bis zum 15. Januar wird für alle Schüler Fernunterricht angeboten. Für Schüler:innen der Klassen 1 bis 7 wird es ein Betreuungsangebot geben.

In der Folgewoche vom 18. bis 22. Januar bleiben diese Regeln bestehen. Zusätzlich soll laut Kultusministerium ab diesem Zeitpunkt für Abschlussklassen die Möglichkeit des Präsenzunterrichts bestehen. Vom 25. bis 29. Januar soll für Schüler:innen der Klassen 1 bis 6 der Wechselunterricht starten.

Für Kinder mit Betreuungsbedarf bleiben Kitas weiterhin geöffnet. Das gilt ebenso für Kinder, die einen besonderen Unterstützungbedarf haben. Eltern werden gebeten, ihre Kinder nach Möglichkeit bis Ende Januar zu Hause zu betreuen.

Schulen im Saarland im Lockdown: Corona-Regeln sehen Online-Unterricht vor

Wie der Saarländische Rundfunk berichtet, wird sich im Saarland für die meisten Schüler:innen vorerst nichts ändern. Es bleibt bis Monatsende beim Online-Unterricht. Schüler:innen der Klassen 1 bis 6 dürfen die Schule besuchen, sofern sie daheim nicht betreut werden können. Neu ist, dass ab dem kommenden Montag Schüler:innen, die in diesem Jahr ihre Abschlussprüfung schreiben, wieder zum Präsenzunterricht zurückkehren. Für Kitas liegen derzeit noch keine Informationen vor.

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Diese Corona-Regeln gelten an Schulen und Kitas in Sachsen

In Sachsen werden Schulen und Kitas bis Ende Januar geschlossen bleiben. Ähnlich wie in anderen Bundesländern wird für Schüler:innen der Abschlussklassen laut Kultusministerium Präsenzunterricht angeboten. Dieser soll am 18. Januar starten. Für Grundschüler:innen der Klassen 1 bis 4 sowie für Kita- und Hortkinder soll eine Notbetreuung angeboten werden. Vom 31. Januar bis zum 6. Januar sind Winterferien. Geplant ist, dass Kitas und Schulen ab dem 8. Februar wieder im eingeschränkten Regelbetrieb öffnen. Ab Klasse 5 ist ein Wechsel zwischen Präsenz- und Fernunterricht geplant.

Corona-Regeln im Lockdown: Schulen in Sachsen-Anhalt mit Distanzunterricht

In Sachsen-Anhalt wird es auch bis Monatsende Distanzunterricht für Schüler:innen geben. Laut Bildungsministerium sind davon die Schüler:innen ausgenommen, die vor ihren Abschlussprüfungen stehen. Für Kinder bis zum 12. Lebensjahr wird es eine Notbetreuung in den Schulen geben.

Auch die Kitas in Sachsen-Anhalt laufen derzeit im Notbetrieb. Wie bei den Schulen können Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, ihre Kinder betreuen lassen.

Schulen und Kitas in Schleswig-Holstein im Corona-Lockdown größtenteils zu

Die Landesregierung in Schleswig-Holstein hat die Umsetzung des Lockdowns im Bundesland beschlossen. Das bedeutet, dass Schulen und Kitas zunächst bis Ende Januar größtenteils geschlossen werden, oder nur einen eingeschränkten Betrieb anbieten. Schüler:innen sollen vor allem auf Distanz lernen. Wie Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien erläuterte, soll es für Schüler:innen der Klassen 1 bis 5 und für Kitas eine Notbetreuung geben. Abschlussjahrgänge sollen weiterhin in die Schule kommen. Ab einem Inzidenzwert von 50 dürfen jedoch nur maximal 50 Prozent der Schüler in Präsenz unterrichtet werden.

Corona-Regeln für Schulen und Kitas in Thüringen

In Thüringen bleiben bis zum Ende des Monats bleiben Schulen und Kitas geschlossen. Präsenzunterricht und Kindergartenbetrieb sollen ab dem 1. Februar im eingeschränkten Regelbetrieb wieder beginnen, heißt es vonseiten des Kultusministeriums. Eine Ausnahme besteht für Schüler:innen in Abschlussklassen, für die der Präsenzunterricht auch im Januar weitergeführt werden kann. Eine Notbetreuung in Kitas und für Schüler:innen bis Klasse 6 wird es auch in Thüringen geben. (Daniel Seeger) *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Caroline Seidel/dpa

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