Taiwan

Dalai Lama reist in Katastrophengebiete

- Der Dalai Lama ist am Montag in die von Taifun „Morakot“ zerstörten Gebiete im Süden Taiwans gereist. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter machte sich zunächst auf den Weg in das Dorf Hsiaolin, in dem bei heftigen Erdrutschen Anfang August mehr als 420 Menschen getötet worden waren.

In ganz Taiwan kamen durch den Taifun mindestens 571 Menschen ums Leben. „Ich bin ein Mönch, ich wurde gebeten für den Frieden zu beten“, sagte der Dalai Lama kurz nach seiner Ankunft am Sonntag. Mit seinem Besuch wolle er keine Politik machen.

China, das Taiwan als abtrünnige Provinz betrachtet, hatte sich mehrfach gegen die Reise des Dalai Lama ausgesprochen. Die chinesische Führung wirft ihm vor, auf die Unabhängigkeit Tibets von China hinzuarbeiten. Die Regierung in Taipeh hatte dem Besuch auf Druck der Opposition zugestimmt und riskiert damit eine Verschlechterung der Beziehungen zu China.

afp

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