Mut in der Auseinandersetzung

„Weg aus der Blase und mehr zu den Menschen gehen“: CDU-Größe fordert mehr Bürgernähe

+
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther.

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat die Union angesichts verheerender Umfrageergebnisse zu mehr Bürgernähe aufgerufen.

Kiel - Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat die Union angesichts verheerender Umfrageergebnisse zu mehr Bürgernähe aufgerufen. Die Politik müsse wieder „weg aus der Blase und mehr zu den Menschen gehen“, sagte Günther am Freitagabend zu Beginn des dreitägigen Deutschlandtages der Jungen Union (JU) in Kiel. Die Menschen wollten am Ende nicht wissen, wer sich in politischen Auseinandersetzungen durchgesetzt habe, sondern sie wollten „am Ende Lösungen sehen“.

Mut in der Auseinandersetzung

Günther verlangte mehr Mut in der Auseinandersetzung mit den Rechtspopulisten etwa von der AfD. „Angst ist nie ein guter Ratgeber“, rief der Regierungschef, der in seiner Partei als Zukunftshoffnung gilt, dem Unionsnachwuchs zu. Populismus werde man nicht klein bekommen, in dem man sich auf das Spielfeld der Populisten begebe, sondern indem man Lösungen anbiete.

Die CDU tue sich schwer, „bei solchen Themen klare Kante zu fahren“

Günther verteidigte seinen vor allem in der CSU, aber auch in den eigenen Reihen umstrittenen Vorstoß, bestimmten abgelehnten Asylbewerbern eine Bleibeperspektive zu eröffnen - ohne allerdings das Wort „Spurwechsel“ zu gebrauchen. Man könne den Menschen nicht erklären, dass man Pflegekräfte aus Osteuropa holen wolle, aber Menschen, die in Deutschland seien und die deutsche Sprache sprächen, keine Perspektive gebe. Die CDU tue sich schwer, „bei solchen Themen klare Kante zu fahren“.

Passend: Espandrilles-Horror! Schöne Blondine denkt, sie hat Blase am Fuß - kurz darauf kämpft sie um ihr Leben Extratipp.com* berichtet.

*extratipp.com ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes. 

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare