Corona-Pandemie

Corona: Delta-Variante grassiert in Deutschland – Fälle nehmen in einer Großstadt besonders zu

Corona unter dem Mikroskop
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In Deutschland häuft sich die Zahl von Infektionen mit der Delta-Variante des Coronavirus. (Symbolfoto)

Sie ist gefährlich, deutlich ansteckender und schon in Deutschland: die Delta-Variante des Coronavirus. Mehrere Regionen sind betroffen.

Kassel – Die zunächst in Indien entdeckte Corona*-Variante Delta breitet sich nach und nach auch in Deutschland aus.* Analysen zufolge ist diese Art des Corona-Virus wesentlich ansteckender als der in Großbritannien entdeckte Alpha-Typ. Das Risiko, die Menschen im eigenen Haushalt anzustecken, sei bei Delta schätzungsweise 60 Prozent höher als bei Alpha, teilte die englische Gesundheitsbehörde Public Health England am Freitag mit.

Außerdem soll sich Delta stärker als andere Varianten der Schutzwirkung der Impfstoffe entziehen können - das gelte vor allem nach nur einer Impfdosis. Vollständig Geimpfte seien jedoch sehr gut vor der Delta-Variante – auch B.1.617.2 genannt – geschützt.

Delta-Variante breitet sich in Deutschland aus – auch ein hessischer Kreis ist betroffen

Die Delta-Variante sorgt beispielsweise im Vereinigten Königreich derzeit offiziellen Angaben zufolge für rund neun von zehn Corona-Infektionen. Sie ließ die lange Zeit sehr niedrige Sieben-Tage-Inzidenz auf zuletzt knapp 52 ansteigen und könnte die geplanten weiteren Corona-Lockerungen in Deutschland gefährden.

Auch in Hessen, im Kreis Bergstraße, ist zum ersten Mal eine Infektion mit der sogenannten Delta-Variante festgestellt worden. Das teilte Landrat Christian Engelhardt (CDU) auf Facebook mit. „Bei einem Fall der vergangenen Tage wurde die B.1.617 Delta-Variante (sog. Indische Variante) nachgewiesen“, so Engelhardt. Wo die Person sich mit der mutierten Variante aus Indien angesteckt hat, ist bislang aber unklar.

Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in Deutschland aus: 45 Fälle allein in München

Besonders hart trifft die Delta-Variante derzeit eine von Deutschlands größten Städten - München. In den vergangenen zwei Wochen wurden 45 Fälle von B.1.617.2 in der bayrischen Landeshauptstadt bestätigt. Die sogenannten „besorgniserregenden Virusvarianten“ machen in München derzeit ganze 81,6 Prozent aller gemeldeten Fälle aus.

Ähnlich sieht es im Osten Baden-Württembergs an der Grenze zu Bayern aus. Der Kreis Heidenheim meldet, dass von aktuell 157 aktiven Fällen 57 auf die Mutante zurückgehen. Laut Angaben des ansässigen Gesundheitsamtes sind vor allem drei Ausbrüche in privaten Haushalten der Ursprung der Ausbreitung. Daraus sollen sich allein 40 Ansteckungen mit der Delta-Variante ergeben haben. Auch in Hamburg gibt es Fälle der Delta-Variante*.

Kanzlerin Merkel warnte bereits vor einer weiteren Ausbreitung der Delta-Variante. Im Kampf gegen das Coronavirus sei vor allem der Impffortschritt wichtig. Es soll Nachimpfungen geben. (Luisa Weckesser mit dpa) *hna.de und 24.hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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