Terror in Frankreich

"Die Bedrohung war noch nie so groß"

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Foto: Diese Kirche in Villejuif galt als mögliches Anschlagsziel.

Paris - In Frankreich bleibt die Angst vor Anschlägen groß. Nach Regierungsangaben wurden in den vergangenen Monaten insgesamt fünf Anschläge verhindert. Dazu gehört ein geplanter Terrorangriff auf eine Kirche südlich von Paris. Am Mittwoch wurde ein 24-Jähriger deswegen verhaftet.

In Frankreich sind in den vergangenen Monaten fünf Terroranschläge verhindert worden. Das sagte Premierminister Manuel Valls am Donnerstag dem Sender France Inter. "Die Bedrohung war noch nie so groß, wir waren in unserer Geschichte noch nie mit dieser Art von Terrorismus konfrontiert", sagte Valls. Für Frankreich seien knapp 1600 Menschen erfasst, die in terroristische Netzwerke verstrickt seien.

Am Mittwoch war bekanntgeworden, dass die Polizei mit der Festnahme eines 24-Jährigen einen Terrorangriff vermutlich auf eine Kirche südlich von Paris vereitelt hat. Die Staatsanwaltschaft sucht zudem nach möglichen Komplizen. Valls will religiöse Stätten im Land weiter intensiv schützen lassen. Aktuell würden 178 katholische Einrichtungen speziell überwacht. In Frankreich gibt es rund 45.000 solcher Einrichtungen.

Höchste Alarmstufe seit Januar

Seit der Terrorwelle vom Januar, bei der mit dem Attentat auf "Charlie Hebdo" und einen jüdischen Supermarkt 20 Menschen getötet wurden, gilt im Großraum Paris die höchste Alarmstufe. Jüdische Einrichtungen und öffentliche Plätze werden besonders geschützt.

Der Regierungschef verteidigte ein umstrittenes Gesetz, mit dem Nachrichtendienste mehr Möglichkeiten auch zur Überwachung bekommen sollen. Gleichzeitig räumte er ein, ein neues Attentat könne nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden. "Nein, sicher nicht", sagte Valls. Frankreich werde für Werte wie Freiheit und Demokratie angegriffen. Deswegen müsse der Krieg gegen den Terrorismus geführt werden. Französische Streitkräfte sind Teil einer internationalen Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat und bekämpfen seit mehr als zwei Jahren Islamisten in Mali und der Sahel-Zone.

dpa

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