„In zentralen Punkten“

Diplomaten erzielen vorläufige Einigung mit Iran

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Foto: Frank-Walter Steinmeier am Sonntag im französischen Lausanne.

Lausanne - Bei den Gesprächen über das umstrittene iranische Atomprogramm ist nach Angaben aus Verhandlungskreisen eine vorläufige Einigung in zentralen Punkten erzielt worden. Dies teilten westliche Diplomaten am Sonntag im schweizerischen Lausanne mit.

Einer der Diplomaten sagte, der Iran habe "mehr oder weniger" zugestimmt, die Zahl seiner Zentrifugen zur Urananreicherung auf 6000 oder noch weniger zu reduzieren. Auch sehe die Einigung vor, einen Großteil des im Iran verfügbaren Nuklearmaterials außer Landes zu bringen. Die 5+1-Gruppe aus den fünf UN-Vetomächten und Deutschland bemüht sich seit Jahren um eine Einigung mit dem Iran über dessen Atomprogramm. Ziel ist es, dem Iran die zivile Nutzung der Atomtechnologie zu erlauben, ihm aber die Möglichkeit zu nehmen, Atomwaffen zu entwickeln. Im Gegenzug sollen die Sanktionen gegen Teheran aufgehoben werden. Bis Dienstag soll eine politische Grundsatzvereinbarung stehen, bis Ende Juni ein vollständiges Abkommen samt technischen Einzelheiten.

In Lausanne berieten am Sonntag US-Außenminister John Kerry, der iranische Ressortchef Mohammed Dschawad Sarif, die Kollegen aus Deutschland, Frankreich und China, Frank-Walter Steinmeier (SPD), Laurent Fabius und Wang Yi, sowie die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. Auch die Außenminister Großbritanniens und Russlands, Philip Hammond und Sergej Lawrow, hatten sich angekündigt. Kerry, Steinmeier und Fabius kündigten bereits eine Verlängerung ihres Aufenthalts an.

afp

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