Irak

Dutzende Tote und Verletzte bei Doppelanschlag

- Bei einem Doppelanschlag und einem Attentat auf Gläubige nahe Bagdad sind am Mittwoch mindestens 30 Menschen getötet worden. Behördenangaben zufolge wurden allein in Ramadi westlich der irakischen Hauptstadt 23 Menschen getötet und 30 weitere verletzt.

In Chales nördlich von Bagdad starben sieben Menschen bei einem Attentat auf eine schiitische Prozession. Nach Polizeiangaben explodierte in Ramadi am Morgen zunächst eine Autobombe an einer Straßensperre vor dem Gouverneurssitz im Stadtzentrum. Als Gouverneur Kassem Mohammed Abed und sein Konvoi ihre Büros verließen, um sich ein Bild von der Situation zu machen, rannte Polizeiangaben zufolge ein Selbstmordattentäter in die Gruppe und sprengte sich in die Luft. Dabei wurde der Gouverneur verletzt. Wie die Lokalregierung mitteilte, wurde Abed in ein Krankenhaus in Bagdad geflogen, sein Zustand sei aber „weitgehend stabil“.

Durch die Wucht der Explosionen wurden dutzende Autos zerstört. Die Lokalregierung macht die radikalislamischen Taliban für die Taten verantwortlich, deren Angriffe sich seit mehreren Monaten zunehmend gegen Regierungsgebäude und staatliche Einrichtungen richten. Ramadi ist die Hauptstadt der mehrheitlich von Sunniten bewohnten Unruheprovinz El Anbar und galt nach der US-geführten Invasion im Irak 2003 als Hochburg islamischer Aufständischer.

In Chales, rund 65 Kilometer nördlich von Bagdad, wurden sieben Menschen bei einem Anschlag auf eine Prozession schiitischer Gläubiger getötet. Angaben der Provinzregierung zufolge wurden zudem 20 Menschen verletzt, darunter der Polizeichef der Stadt. Die Bombe explodierte in einem Festzug schiitischer Muslime, die in Chales das mehrtägige Aschura-Fest begingen, mit dem sie jährlich an den Tod des Begründers ihrer Glaubensrichtung erinnern.

afp

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