Luftangriffe aus Saudi-Arabien

Fast 100 Tote durch Luftschläge im Jemen

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Sanaa - Bei Luftangriffen der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition auf das Bürgerkriegsland Jemen sind am Freitag und Samstag nach Angaben des rebellennahen Gesundheitsministeriums mindestens 95 Menschen ums Leben gekommen.

Alleine in der Hauptstadt Sanaa seien 57 Menschen gestorben und 130 verwundet worden, hieß es. In der nördlichen Provinz Saada seien alleine 38 Zivilisten gestorben. Das saudisch geführte Militärbündnis kommentierte die Berichte zunächst nicht.

Zudem meldete das Sultanat Oman, dass die Residenz seines Botschafters in Sanaa bei einem der Luftangriffe getroffen worden sei. Angaben über Opfer gab es zunächst nicht. "Das Bombardement ist eine eklatante Verletzung der internationalen Vereinbarungen und Normen", heißt es in einer Stellungnahme des omanischen Außenministeriums. Der Oman ist ebenso wie Saudi-Arabien Mitglied des Golf-Kooperationsrates (GCC), einem Staatenbund am Persischen Golf.

Im Jemen herrscht seit Monaten Bürgerkrieg zwischen den schiitischen Huthi-Rebellen und Anhängern des sunnitischen Präsidenten Hadi, der nach Saudi-Arabien geflohen war. Die Aufständischen beherrschen weite Teile des Landes, verloren zuletzt aber im Süden des Landes an Boden.

dpa

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