1. WLZ
  2. Politik

„Werden kämpfen, bis Russland verliert“: Selenskyjs Berater nennt Ziel im Ukraine-Krieg

Erstellt:

Von: Felix Busjaeger

Kommentare

Ein Berater von Selenskyj hat das Minimalziel für den Ukraine-Krieg formuliert. Wichtige Politik-News vom 13. Juni lesen Sie im Live-Ticker.

Minimalziel: Die Niederlage Russlands und der Rückzug von Wladimir Putins Truppen bleibt weiterhin das klare Ziel der ukrainischen Regierung um Wolodymyr Selenskyj im Ukraine-Krieg. „Wir werden so lange kämpfen, bis Russland verliert“, sagte Präsidentenberater Mychajlo Podoljak in einem Interview mit der oppositionellen belarussischen Onlinezeitung Zerkalo. Das Minimalziel der Ukraine sei weiterhin die Rückkehr zu den Grenzen vom 23. Februar – einem Tag vor Kriegsbeginn. „Das Maximalziel: die territoriale Unversehrtheit in den international anerkannten Grenzen der Ukraine, eine Niederlage Russlands und dessen Transformation“, sagte Podoljak.

Ein ukrainischer Soldat schreitet durch die Trümmer eines zerstörten Hauses in der Donbass-Region
Die Donbass-Region im Osten der Ukraine ist weiterhin schwer umkämpft © ZUMA Wire / IMAGO

Der Krieg mit Russland würde so lange andauern, wie die Ukraine brauche, um zu zeigen, dass Russland „sich von unserem Territorium zurückziehen muss“. Derzeit würde die ukrainische Armee nach eigenen Angaben eine Front von etwa 2450 Kilometer gegen russische Angriffe verteidigen. „Davon werden an 1105 Kilometern aktive Kampfhandlungen geführt“, schrieb der Oberbefehlshaber Waleryj Saluschnyj. Derweil wächst die Gefahr, dass der Ukraine-Krieg einen Atomkrieg begünstigen könnte. Wann der Ukraine-Krieg indes endet, kann weiterhin nicht seriös beantwortet werden.

Ukraine-Botschafter Andrij Melnyk über Scholz-Besuch: Bundeskanzler soll deutsche Panzer versprechen

Deutsches Hilfspaket: „Ohne deutsche schwere Waffen wird es uns leider nicht gelingen, die gewaltige militärische Überlegenheit Russlands zu brechen und das Leben von Soldaten und Zivilisten zu retten“, sagte der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk und machte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur deutlich, dass die Erwartungen an den geplanten Kiew-Besuch von Olaf Scholz (SPD) groß seien. Unter anderem machte Selenskyjs Vertreter in Deutschland deutlich, dass der deutsche Bundeskanzler die Lieferung von deutschen Panzern des Typs Leopard-1 und Marder versprechen sollte.

Während der mögliche Kiew-Besuch des Bundeskanzlers bisher weder bestätigt noch dementiert wurde, hat Melnyk offenbar einen klaren Ablauf vor Augen: „Die Ukrainer erwarten, dass der Bundeskanzler Olaf Scholz bei seinem Besuch in Kiew ein neues Hilfspaket deutscher Rüstungsgüter verkünden wird, das unbedingt sofort lieferbare Leopard-1-Kampfpanzer sowie Marder-Schützenpanzer beinhalten soll.“ Derweil zeigte sich Melnyk davon enttäuschend, wie langsam Deutschland Waffen in die Ukraine liefere. Seit dem 3. Mai seien zwar sechs Millionen Schuss Munition angekommen, aber keine Waffen mehr. Zuvor hatte die Bundesregierung das Flugabwehrsystem Iris-T für die Ukraine angekündigt.

Habeck will Kartellrecht schnell schärfen – Lindner: Richtung stimmt

Tankrabatt verpufft: Während Deutschland wegen der starken Inflation leidet, scheint es so, als würde der Tankrabatt für Diesel und Benzin nicht die erhoffte Wirkung zeigen. Nun hat Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) Kritik an dem Tankrabatt zurückgewiesen. Die Spritpreise wären ohne den Steuernachlass „wesentlich höher“, sagte der FDP-Politiker am Sonntagabend in ARD und ZDF. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) plant derzeit wegen des Tankrabatts das Kartellrecht zu verschärfen und notfalls Ölkonzerne zu zerschlagen. Zuletzt hatte es zudem immer wieder Diskussionen um eine mögliche Übergewinnsteuer gegeben.

Frankreich-Wahl: Macron-Lager nur mit geringem Vorsprung vor Linksbündnis

Knapper Vorsprung: Der erste Durchgang der Parlamentswahl in Frankreich ist für das Lager von Präsident Emmanuel Macron in einem eher enttäuschenden Ergebnis geendet: Zwar liegt Macrons-Lager weiterhin an der Spitze, jedoch lediglich mit einem knappen Vorsprung vor dem Linksbündnis um Jean-Luc Mélenchon. Die Chancen für den zweiten, entscheidenden Wahlgang stehen für Macrons Bündnis Prognosen zufolge besser.

Laut vorläufigen Ergebnissen kam Macrons Mitte-Bündnis im Wahlgang auf 25,75 Prozent der Stimmen, während Mélenchons Bündnis aus Linken, Kommunisten, Grünen und Sozialisten 25,66 Prozent der Stimmen erhielt: Das bedeutet bei insgesamt 48,7 Millionen Wahlberechtigten lediglich einen Unterschied von 21.442 Stimmen.

Politik-Ticker: Alle News und Hintergründe des Tages auf einen Blick

Ob Corona-Pandemie, Ampel-Streit, Bürgergeld-Reform oder Ukraine-Konflikt: Jeden Tag entstehen überall auf der Welt Nachrichten – gute wie schlechte. Mit diesem Ticker halten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, über alle News des Tages auf dem Laufenden. Wir ordnen und gewichten das politische Geschehen und die Entwicklungen für Sie ein. Am Abend erhalten Sie dann alles Wichtige auf einen Blick.

Auch interessant

Kommentare