Mitarbeiterin von Ölfirma Total

Französin im Jemen entführt

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Foto: Schiitische Huthi-Rebellen kontrollieren seit Monaten die Stadt Sanaa.

Sanaa - In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind eine Französin und ihre jemenitische Begleiterin entführt worden. Mehrere Bewaffnete hätten die beiden Frauen am Dienstag verschleppt, als sie auf einer Stadtautobahn im Süden der Stadt unterwegs waren, teilte die jemenitische Nachrichtenagentur Saba unter Berufung auf Sicherheitskreise mit.

Das Außenministerium in Paris bestätigte die Entführung der Französin. Man stehe im Kontakt mit der Familie der Frau, die im Jemen für eine internationale Organisation arbeitet, hieß es in einer Mitteilung des französischen Außenministeriums. Laut Saba soll es sich bei der Frau um eine Mitarbeiterin der Ölfirma Total handeln. Sicherheitskräfte würden nach dem Auto der Entführer Ausschau halten.

Entführungen von Ausländern sind im Jemen nicht unüblich. Stämme nutzen die Entführten als Druckmittel, um gegenüber der Regierung eigenen Interessen durchzusetzen. Immer häufiger werden ausländische Opfer jedoch auch als Geiseln an Al-Kaida weiterverkauft. Der lokale Ableger der Terrorgruppe gehört zu den aktivsten des Netzwerks.

Im Dezember kamen bei einem Befreiungsversuch von US-Spezialkräften eine US-amerikanische und eine südafrikanische Geisel der Dschihadisten ums Leben. Die Terrororganisation Al-Kaida nutzt das gegenwärtige Chaos im Jemen für ihre Zwecke.

Seit Monaten kontrollieren schiitische Huthi-Rebellen die Hauptstadt Sanaa, Regierung und Parlament haben sie aufgelöst. Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi floh am vergangenen Samstag ins südjemenitische Aden und versucht von dort, den Jemen weiter zu regieren.

Bewaffnete entführen amerikanische Missionarin in Nigeria

Ein Gruppe Bewaffneter hat in Nigeria eine amerikanische Schulleiterin entführt. Die Angreifer feuerten zunächst Warnschüsse ab, um Angestellte und Schüler der Schule im Ort Ajaokuta zu vertreiben und ergriffen dann gezielt die Amerikanerin, sagte ein Sprecher der Polizei des Bundesstaats Kogi am Dienstag.

Die Entführung der Missionarin in dem westafrikanischen Land ereignete sich den Angaben zufolge bereits am Montag. Das Motiv der Entführung war zunächst unklar. In Nigeria kommt es jedoch häufig zu Entführungen, um Lösegeld zu erpressen.

Ajaokuta liegt rund 200 Kilometer südlich der Hauptstadt Abuja. Die islamistische Terrororganisation Boko Haram hat in der Vergangenheit auch gezielt Ausländer entführt. Die Gruppe terrorisiert jedoch vor allem den Nordosten des ölreichen Landes.

dpa

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