Griechenland-Debatte

Grüne fordern von Merkel Ehrlichkeit

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Foto: Symbolbild

Berlin - Die Grünen haben der Bundesregierung vorgeworfen, sich in der Griechenland-Krise vor klaren Aussagen zu drücken. "Wir brauchen Ehrlichkeit", sagte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt am Donnerstag im Bundestag in ihrer Antwort auf die Regierungserklärung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zum bevorstehenden EU-Gipfel.

Es müsse ehrlich gesagt werden, dass es natürlich ein drittes Hilfspaket für Griechenland geben werde.

Es müsse auch endlich über die Folgen eines Euro-Austritts Griechenlands geredet werden. Dies wäre eine Bruchlandung für die EU, die Kosten für Deutschland wären immens - 70 Milliarden Euro deutsche Hilfen wären sofort in den Wind geschossen. Es gebe zudem eine humanitäre Katastrophe in Griechenland: "Wenn es um deutsche Interessen geht, dann muss man auch darüber - und zwar ehrlich reden." Göring-Eckardt appellierte an die Kanzlerin: "Hören Sie auf mit dem Pokern. Hören Sie auf mit der Showdown-Politik." Europa funktioniere nicht, wenn man es in Gewinner und Verlierer spalte.

Die Geldgeber müssten realistische Vorschläge machen, Griechenland benötige eine echte Perspektive. Aber auch Griechenland müsse liefern und ebenso auf Muskelspiele verzichten. Die Athener Links-Rechts-Regierung müsse aufräumen mit Klientelpolitik, Günstlingswirtschaft, gegen Steuerbetrug vorgehen, Prioritäten setzen und die hohen Militärausgaben auf den Prüfstand stellen.

dpa

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