Rechtsextremismus

Innenminister ruft zu demokratischer Gegenwehr auf

+
Foto: Das Künstlerehepaar Birgit und Horst Lohmeyer hat den Bürgerpreis der Deutschen Zeitungen erhalten.

Berlin - Der Rechtsextremismus ist nach Einschätzung von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) kein ausschließlich ostdeutsches Phänomen. „Überall in Deutschland müssen wir die Augen offen halten und aktiv handeln. Worauf es ankommt, ist die demokratische Gegenwehr“, sagte er am Mittwoch in Berlin.

Der Innenminister hielt die Laudatio bei der Preisverleihung für den Bürgerpreis der Deutschen Zeitungen in Berlin. Preisträger ist das Künstlerpaar Birgit und Horst Lohmeyer aus Mecklenburg-Vorpommern für sein Engagement gegen Fremdenhass und rechte Gewalt.

Friedrich dankte vor rund 180 Gästen den Bürgern, die sich beherzt gegen extremistische Ideologien einsetzen. Der Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Helmut Heinen, betonte: „Wir brauchen aufmerksame und mutige Menschen, die mit ihrem Talent und ihren Ideen gegen Fremdenhass und rechte Gewalt arbeiten. Wir brauchen Zeitungen, die über diese Menschen berichten und ihre Arbeit positiv verstärken.“

Rund 50 Chefredakteure hatten die Preisträger ausgewählt. Die Lohmeyers veranstalten im westmecklenburgischen Dorf Jamel Aktionen gegen Rechtsextremismus, wie zum Beispiel ein Musikfestival für Demokratie und Toleranz. Der Ort galt jahrelang als Hochburg von Neonazis. Der mit 20.000 Euro dotierte BDZV-Preis wurde zum zweiten Mal verliehen. Erster Preisträger war der Düsseldorfer Cellist Thomas Beckmann, der Obdachlose unterstützt.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare