Nach Afghanistan-Konferenz

Karsai will mit ranghohen Taliban verhandeln

- Der afghanische Präsident Hamid Karsai will mit ranghohen Taliban verhandeln, um Frieden und Sicherheit nach Afghanistan zu bringen. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass dies nur für jene Taliban gelte, die keine Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida hätten.

Drei Tage nach der Afghanistan-Konferenz in London hat der afghanische Präsident Hamid Karsai seinen Willen zu Gesprächen auch mit der Führung der Taliban bekräftigt. Er wolle möglichst ranghohen Vertretern der Aufständischen die Hand reichen, um Frieden und Sicherheit nach Afghanistan zu bringen, sagte Karsai am Sonntag in der Hauptstadt Kabul. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass dies nur für jene Taliban gelte, die keine Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida hätten.

„Wir Afghanen tun unser Bestes“, so Karsai weiter. Der Friedensplan habe auch einen „internationalen Bezug“, der berücksichtigt werden müsse.

Die internationale Gemeinschaft hatte sich am Donnerstag auf ein Aussteigerprogramm für gemäßigte Taliban verständigt, das in den kommenden Monaten mit umgerechnet 100 Millionen Euro unterstützt werden soll. Präsident Karsai sagte, dieses Geld werde verwendet, um Aufständische in die Gesellschaft zu reintegrieren. Die Kämpfer sollen damit „nicht bestochen werden“, ihre Waffen niederzulegen. Zudem werde ein Rat für Frieden und Versöhnung ins Leben gerufen.

dpa

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