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Maske im Unterricht, ja oder nein? Konflikte unter Schülern befürchtet

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Von: Teresa Toth

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Lehrerverbände empfehlen trotz der entfallenden Corona-Regeln vorerst weiterhin Masken in Schulen zu tragen.
Lehrerverbände empfehlen trotz der entfallenden Corona-Regeln vorerst weiterhin Masken in Schulen zu tragen. © Guido Kirchner/dpa

Die Pflicht zum Tragen einer Maske entfällt größtenteils – auch in Schulen. Lehrerverbände haben Sorge, dass dies zu Konflikten unter Schülern führen könnte.

Berlin – Mit der Aufhebung der Corona*-Regeln fällt auch die Maskenpflicht in Schulen. Was als großer Schritt in Richtung Normalität gesehen werden könnte, sorgt in Lehrerverbänden jedoch für Bedenken. Denn die Schüler dürfen selbstverständlich selbst entscheiden, ob sie weiterhin eine Maske tragen möchten oder nicht. „Es besteht die Gefahr, dass das Thema ‚Maske, ja oder nein‘ in jedes Klassenzimmer getragen wird und damit Schulfrieden und Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler gefährdet“, betont die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern.

Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, fordert daher eine Selbstverpflichtung von Lehrkräften und Schülern, in jeder Klasse bis einschließlich der Woche nach den Osterferien im Unterricht sowie auf dem Schulgelände weiterhin Masken zu tragen. Andernfalls drohe „die Gefahr, dass einerseits Kinder, die Maske tragen, von Mitschülern als Weicheier und überängstlich gehänselt werden oder auch umgekehrt Druck auf Nicht-Maskenträger ausgeübt wird“, so Meidinger gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Maskenpflicht an Schulen: Lehrkräfte während Pandemie oft Opfer von Gewalt

Die GEW hält es ohnehin für vernünftig, „in der aktuellen sehr angespannten Infektionslage“ weiterhin medizinische Masken zu fragen – zumindest bis zu den Ferien – „obwohl wir die pädagogischen Bedenken gegen das Tragen von Masken grundsätzlich teilen“, so die GEW-Vorsitzende Finnern.

Der Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft VBE, Udo Beckmann, teilt diese Einschätzung. Auch er sieht die „Gefahr eines neuen Konflikts“ durch die freiwillige Entscheidung zum Tragen einer Maske.  „Nach den Auseinandersetzungen der letzten beiden Jahre, in denen Schulleitungen und Lehrkräfte bei der Umsetzung der Infektionsschutzmaßnahmen teilweise sogar Opfer physischer und psychischer Gewalt wurden, muss sichergestellt werden, dass politische Entscheidungen nicht wieder durch das pädagogische Personal vermittelt werden müssen“, betont Beckmann. Solange sich das Infektionsgeschehen auf hohem Niveau bewege, sollten Lehrkräfte und Schüler seiner Ansicht nach weiterhin Masken tragen. (tt)

Auch in Supermärkten in Deutschland werden die Corona-Auflagen deutlich gelockert und die Maskenpflicht entfällt. Durch ihr Hausrecht können Filialen aber eigene Corona-Regeln festlegen. Wie sieht es bei Edeka aus?* (tt) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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