Neues Rätsel um Irans Atomprogramm

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Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad verfolgt sein Atomprogramm mit Nachdruck.

Washington - Der Westen beobachtet riskante Aktivitäten im iranischen Atomprogramm und fragt sich, welchem Zweck sie dienen. 

Wie die “New York Times“ am Samstag unter Berufung auf amerikanische Regierungskreise berichtete, brachte der Iran seine gesamten Vorräte an niedrig angereichertem Uran aus unterirdischen - und damit vor möglichen Raketenangriffen gesicherten - Lagern in eine oberirdische Anlage. In der US-Regierung habe daraufhin eine große Debatte darüber begonnen, warum der Iran ein solches Risiko eingeht.

Eine der eher “bizarren“ Erklärungen sei, dass Teheran damit Israel provozieren und zu einem Angriff verleiten wolle. Eine etwas breiter akzeptierte Erklärung ist laut “New York Times“ aber, dass der Iran inzwischen so viel niedrig angereichertes Uran produziert hat, dass er einfach nicht mehr genügend Lagercontainer hat und deshalb den gesamten Vorrat oberirdisch unterbringen musste.

Der Westen verdächtigt den Iran unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernenergie an einer Atombombe zu bauen. Israel, das sich bedroht fühlt, hat einen präventiven Militärschlag nie ausgeschlossen.

dpa

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