Ukraine-Krise

Poroschenko bestätigt Rückzug aus Debalzewo

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Der Truppenabzug hat bereits um 6 Uhr begonnen.

Kiew - Nach großen Geländegewinnen der prorussischen Separatisten in der ostukrainischen Stadt Debalzewo haben Regierungseinheiten Medien zufolge mit dem Rückzug aus der strategisch wichtigen Kleinstadt begonnen. Der Truppenabzug hat bereits um 6 Uhr begonnen.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat den Abzug von Regierungseinheiten aus der umkämpften Stadt Debalzewo bestätigt. Bisher hätten vier Fünftel der Soldaten den strategisch wichtigen Ort „organisiert“ verlassen, teilte er am Mittwoch in Kiew mit. Damit räumte er erstmals ein, dass das ukrainische Militär die Schlacht um Debalzewo verloren hat.

Die Aufständischen hatten am Dienstag weite Teile des wichtigen Verkehrsknotenpunktes Debalzewo unter ihre Kontrolle gebracht.Auch in der Nacht dauerten die Kämpfe nach Darstellung der Aufständischen an. Demnach ergaben sich zahlreiche ukrainische Soldaten und wurden gefangen genommen.

Poroschenko reiste inmitten der Kämpfe um Debalzewo ins Krisengebiet Donbass ab. Die Maschine des Staatschefs habe Kiew verlassen, teilte Poroschenkos Verwaltung in der Hauptstadt mit. Das genaue Ziel des prowestlichen Präsidenten war zunächst nicht bekannt. Poroschenko wolle am Abend nach seiner Rückkehr in Kiew eine Sitzung des Sicherheitsrats leiten.

dpa

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