„Einige Streitfragen“ ungelöst

USA rechnen mit Verlängerung der Atomgespräche

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Foto: Bei den Gesprächen in Wien seien „echte Fortschritte“ gemacht worden, sagte der Sprecher von Präsident Barack Obama, Josh Earnest, am Montag in Washington.

Wien - Die US-Regierung richtet sich auf eine neuerliche Verlängerung der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm ein. Bei den Gesprächen in Wien seien „echte Fortschritte“ gemacht worden, sagte der Sprecher von Präsident Barack Obama, Josh Earnest, am Montag in Washington.

Solange die Verhandlungen weiter „nützlich“ seien, werde es „zumindest eine kurzfristige Verlängerung des Interimsabkommens“ geben. Earnest sagte, dass noch „einige Streitfragen“ ungelöst seien. Allerdings würden die „schwierigsten Themen“ auch ganz am Ende behandelt.

Auch aus dem Außenministerium in Washington hieß es, dass die Verhandlungen fortgesetzt werden sollten. „Es ist unserer Erwartung, dass das Interimsabkommen weiter gilt“, sagte Sprecher John Kirby. Ihm sei nicht bekannt, dass die US-Unterhändler aus Wien abgezogen würden. Die USA seien „näher als wir es jemals waren“ an einem Deal mit Teheran.

Um Mitternacht läuft eine weitere Frist für einen Abschluss der Atomverhandlungen mit dem Iran aus. Wegen anhaltender Differenzen war die eigentlich zum 30. Juni terminierte Verhandlungsrunde bereits drei Mal verlängert worden. Ziel ist ein Abkommen, das dem Iran die zivile Nutzung der Atomtechnologie erlaubt, aber die Entwicklung von Atomwaffen verhindert. Zu den verbleibenden Streitpunkten gehörten der Zeitplan für die Aufhebung der Sanktionen gegen Teheran, die Inspektion iranischer Militäranlagen und die Laufzeit des Abkommens.

afp

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