Absage Empfang in Bayreuth

Seehofer in Klinik untersucht

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Foto: "Ich übe mein Amt als Ministerpräsident mit großer Gewissenhaftigkeit aus - und alles andere würde ich der Bevölkerung mitteilen, wenn es von Belang wäre", sagte Seehofer am Montag

München - Wegen gesundheitlicher Probleme musste Horst Seehofer einen Empfang in Bayreuth absagen. Er wurde vorsorglich in einer Klinik untersucht, blieb dort über Nacht. Am Montag nimmt er wieder wie üblich Termine wahr, anzumerken ist ihm nichts. Es gebe nichts von Belang, sagt er.

Nach seiner Absage eines Staatsempfangs in Bayreuth hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) Gerüchte über angebliche Gesundheitsprobleme dementiert. "Ich übe mein Amt als Ministerpräsident mit großer Gewissenhaftigkeit aus - und alles andere würde ich der Bevölkerung mitteilen, wenn es von Belang wäre", sagte Seehofer am Montag bei einem Regierungstermin in München und betonte: "Es gibt aber nichts von Belang. Punkt." Seehofer hatte zuvor den serbischen Ministerpräsidenten empfangen.

Seehofer hatte am Samstagabend die Neuinszenierung der etwa vierstündigen Oper "Tristan und Isolde" bei den Richard-Wagner-Festspielen in Bayreuth verfolgt. Den anschließenden Staatsempfang musste er dann aber aus gesundheitlichen Gründen absagen. "Es ging ihm nicht so gut. Deshalb konnte er nicht an dem Empfang teilnehmen", teilte eine Sprecherin der Staatskanzlei am Sonntag in München mit.

Tatsächlich ließ sich Seehofer in einem Krankenhaus untersuchen, wo er vorsorglich auch die Nacht verbrachte. Entsprechende Berichte des "Nordbayerischen Kurier" und des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" wurden der dpa am Montagabend in informierten Kreisen bestätigt. Den Berichten zufolge wurde er mit einem Rettungswagen dorthin gebracht.

2002 war Seehofer an einer lebensgefährlichen Herzmuskelentzündung erkrankt. Seither ist bekannt, dass der CSU-Chef sehr auf seine Gesundheit achtet und regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen geht.

dpa

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