Islamistische Bedrohung

Sicherheitsbehörden beraten über Terrorgefahr

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Foto: Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU, vorne, Mitte) und Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen (r.) beim Symposium des Bundesamtes für Verfassungsschutz zu islamistischem Terrorismus in Europa.

Berlin - Wie groß ist die Bedrohung durch islamistischen Terrorismus in Deutschland und Europa? Darüber will das Bundesamt für Verfassungsschutz mit Experten von Polizei und Geheimdiensten sowie aus Politik und Wissenschaft diskutieren.

Die Spitzen der Sicherheitsbehörden diskutieren am Montag (10.00 Uhr) bei einer Tagung in Berlin über die Bedrohung durch islamistischen Terrorismus in Deutschland und Europa. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat dazu zahlreiche Experten von Polizei und Geheimdiensten sowie aus Politik und Wissenschaft eingeladen. Mit dabei sind neben Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen unter anderen Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), der Präsident des Bundeskriminalamts, Holger Münch, und der Chef des Bundesnachrichtendienstes, Gerhard Schindler.

Die islamistische Szene in Deutschland wächst kontinuierlich, insbesondere die Gruppe der Salafisten. Polizei und Geheimdienste beobachten die Entwicklung seit langem mit Sorge. Bislang sind bereits rund 680 Islamisten aus Deutschland in die Kampfgebiete des Islamischen Staates nach Syrien und in den Irak ausgereist. Gut 230 von ihnen sind laut Verfassungsschutz inzwischen wieder zurückgekehrt. Bei etwa 50 davon gibt es Erkenntnisse, dass sie Kampferfahrung gesammelt haben.

Erst vor wenigen Tagen hatten die Sicherheitsbehörden in Hessen einen Terroranschlag vereitelt, der möglicherweise ein großes Radrennen um Frankfurt treffen sollte. Vermutet wird ein islamistischer Hintergrund.

dpa

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