Verdi fordert Nachbesserungen

Tiefe Gräben bei Kita-Verhandlungen

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Offenbach - Mit nur geringen Chancen auf eine Einigung ohne Streike beginnen die Verhandlungen im Kita-Tarifstreit. Verdi-Chef Frank Bsirske bekräftigte am Donnerstagmorgen in Offenbach die Forderung an die Arbeitgeber, ein verbessertes Angebot für Erzieher und Sozialarbeiter vorzulegen.

Der Präsident des kommunalen Arbeitgeberverbandes VKA, Thomas Böhle, wies dies zurück und verwies auf den bereits erzielten Schlichterspruch. Beide Seite trafen sich in einem Hotel in Offenbach zunächst zu getrennten Beratungen, bevor sie sich dann gemeinsam an den Verhandlungstisch setzen wollten.

Bsirske verlangte vor allem bessere Bedingungen für die Masse der Erzieherinnen in unteren Gehaltsgruppen, bei der Anerkennung von Berufszeiten in Kitas anderer Träger und mehr Geld für Sozialarbeiter. VKA-Präsident Böhle erklärte, es gebe einen Schlichterspruch, bei dem die Arbeitgeber beträchtliche Zugeständnisse gemacht hätten. "Wir sehen überhaupt keine Veranlassung, diesen austarierten Kompromiss wieder aufzubrechen."

In dem Schlichterspruch von Ende Juni waren Einkommensverbesserungen zwischen 2 und 4,5 Prozent für die Beschäftigten im Erziehungs- und Sozialbereich vorgesehen. Damals hatten die Gewerkschaftsvertreter der Empfehlung zugestimmt, doch war das Ergebnis an ihrer Basis auf deutliche Ablehnung gestoßen. "Wir haben das Ergebnis für abschlussfähiger gehalten, als es war", räumte Bsirske am Donnerstag ein.

dpa

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