Einsatz im Mittelmeer

Über 4300 Flüchtlinge an einem Tag gerettet

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Rom - Mehr als 4300 Flüchtlinge sind alleine am Samstag aus dem Mittelmeer gerettet worden. Beim größten von insgesamt 20 Rettungseinsätzen in den Gewässern vor Libyen wurden 1137 Menschen von zwei überfüllten Schiffen in Sicherheit gebracht, wie die italienische Küstenwache mitteilte.

An der Operation, bei der auch eine Frauenleiche geborgen wurde, waren Schiffe von Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen sowie eine Fregatte der Bundeswehr beteiligt, die Hunderte der Flüchtlinge aufnahm. Die britische und kroatische Marine sowie ein Frachtschiff halfen ebenfalls mit.

Wie eine dpa-Reporterin an Bord der Bundeswehr-Fregatte "Schleswig-Holstein" beobachtete, wurden in einem etwa dreistündigen Einsatz fast 400 Flüchtlinge von einem Holzboot an Bord geholt. Dies geschah etwa 35 Kilometer von der libyschen Küste entfernt. Anschließend wurden weitere Menschen von einem Schlauchboot gerettet. Die meisten der geretteten Menschen stammten aus dem Sudan und aus Eritrea.

Die Fregatte ist eines von zwei deutschen Schiffen, die sich seit Ende Juni an der EU-Mission zur Seenotrettung und Bekämpfung der Schleuserkriminalität im südlichen Mittelmeer beteiligen. Insgesamt haben die deutschen Schiffe seitdem knapp 2000 Menschen geholfen. Zuvor hatte die Bundeswehr unter einem nationalen Mandat insgesamt 5673 Flüchtlinge gerettet.

Seit Jahresbeginn sind nach Zählung der Internationalen Organisation für Migration mehr als 2600 Menschen beim Versuch ums Leben gekommen, von Libyen aus über das Mittelmeer nach Italien zu gelangen. Über 120.000 (Stand 18. September) schafften es demnach bis an die Küste des südlichen EU-Mitgliedstaats.

dpa

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