70 Jahre nach Befreiung KZ Dachau

Überlebende warnen vor neuem Antisemitismus

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Foto: Angela Merkel ist zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau erschienen.

Dachau - Mit einer Gedenkfeier wird im bayerischen Dachau an die Befreiung des dortigen Konzentrationslagers vor 70 Jahren erinnert. Vertreter der Überlebenden und des Judentums warnen vor einem Wiederaufleben von Rassismus und Antisemitismus.

Zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau haben Vertreter der Überlebenden und des Judentums in Deutschland vor einem Wiederaufleben von Rassismus und Antisemitismus gewarnt.

„Wenn ich darauf blicke, wie heute einige Bürger gegen Flüchtlinge hetzen oder wie abwertend über Juden gesprochen wird, dann frage ich mich: Wie sehr ist das hohe Gut der Menschenwürde eigentlich noch in den Köpfen verankert?“, sagte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, am Sonntag bei der Gedenkveranstaltung in Dachau.

An der Feier nahm auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teil, sie sollte mittags sprechen.

Auch der Präsident der Lagergemeinschaft Dachau, Max Mannheimer äußerte sich besorgt. „Aus dem historischen Gedenken muss ein verantwortliches Bewusstsein hervorgehen.“

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch warnte davor, einen „Schlussstrich“ zu ziehen. „Ich plädiere dringend dafür, den Heutigen unsere Geschichte nicht als Last, sondern als Chance näherzubringen - als Motivation zu Mündigkeit, Wehrhaftigkeit und Menschlichkeit.“

dpa

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