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Schwere Verluste im Ukraine-Krieg: Russland verliert mehr als 36.000 Soldaten

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Von: Daniel Dillmann, Nail Akkoyun, Vincent Büssow, Christian Stör

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Die Verluste im Ukraine-Krieg werden für Russland immer größer: der News-Ticker.

Dieser News-Ticker ist beendet: Alle aktuellen Entwicklungen rund um Verluste im Ukraine-Krieg erfahren Sie im neuen Ticker.


Update vom Montag, 4. Juli, 08.45 Uhr: Dem ukrainischen Militär sind mittlerweile 36.200 Soldaten der russischen Armee gefallen, 230 sind im Vergleich zur letzten Statistik hinzugekommen. Zudem wurden zehn weitere gepanzertes Militärfahrzeuge zerstört, wodurch die Gesamtzahl bei 3754 liegt. Panzer wurden fünf zerstört, die Gesamtzahl beträgt 1589.

Ein russischer Panzer rollt nahe der ukrainischen Grenze (Archiv)
Ein russischer Panzer rollt nahe der ukrainischen Grenze. (Archivfoto) © Mikhail Voskresenskiy/imago

Artillerie-Systeme verlor die russische Armee weitere drei, damit insgesamt 804. Bei der Spezial-Ausrüstung gab es einen weiteren Verlust zu verzeichnen, bei Fahrzeugen und Treibstofftanks stieg die Zahl um elf auf 2629 an. Zudem verlor die Armee vier weitere unbemannte Fluggeräte, wodurch der Gesamtverlust seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine bei 658 liegt. Das zeigt eine vom Kyiv Independent via Twitter veröffentlichte Statistik.

News zum Ukraine-Krieg: Russlands Verluste in der Übersicht

+++ 10.00 Uhr: Die Zahlen der russischen Verluste im Ukraine-Krieg steigen weiter an. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabes sind seit Beginn der Invasion am 24. Februar inzwischen fast 36.000 russische Soldaten gefallen. Auch 1584 Panzer und 187 Hubschrauber wurden demnach zerstört – ein Überblick.

Update vom Sonntag, 3. Juli, 06.05 Uhr: Die ukrainische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben zwei russische Munitionsdepots, bis zu 20 gepanzerte Kampffahrzeuge, knapp 10 Panzer und selbstfahrende Artilleriesysteme in den Oblasten Mykolajiw, Saporischschja, Charkiw, Donezk und Luhansk zerstört.

News zum Ukraine-Krieg: Verluste für Russland – Vorräte an modernen Waffen schwinden

+++ 15.30 Uhr: Russland stellen die Verluste im Ukraine-Krieg offenbar vor immer größere Probleme. So setzt das Land nach britischer Einschätzung bei seinen Angriffen in der Ukraine zunehmend auf ungenaue Raketen. Grund sei vermutlich, dass die Vorräte an modernen, zielgenauen Waffen schwinden, teilte das Verteidigungsministerium in London mit. Analysen hätten ergeben, dass das Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Krementschuk sehr wahrscheinlich von einer Rakete des Typs Ch-32 getroffen worden sei, hieß es unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse.

Dabei handele es sich um eine Weiterentwicklung der sowjetischen Rakete Ch-22 (Nato-Code: AS-4 Kitchen), die aber noch immer nicht dafür optimiert sei, Bodenziele genau zu treffen, vor allem in Städten. „Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit von Kollateralschäden beim Zielen auf bebaute Gebiete erheblich“, betonte das Ministerium. Bei Angriffen auf das südwestukrainische Gebiet Odessa am 30. Juni seien vermutlich Raketen vom Typ Ch-22 eingesetzt worden. „Diese Waffen sind sogar noch ungenauer und ungeeignet für zielgenaue Angriffe und haben in vergangenen Wochen so gut wie sicher zu wiederholten zivilen Opfern geführt“, hieß es weiter.

News zum Ukraine-Krieg: Verluste machen Russland zu schaffen

+++ 10.15 Uhr: Die Verluste machen Russland im Ukraine-Krieg schwer zu schaffen. So geht der US-Geheimdienst inzwischen davon aus, dass Russland nicht über genügend Truppen verfügt, um die Gebiete im Oblast Cherson dauerhaft zu kontrollieren. Der Kampf im Donbass bündele derzeit alle Kräfte.

Update vom Samstag, 2. Juli, 06.45 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben Russland offenbar erneut einen schweren Verlust zugefügt. Nach Angaben des ukrainischen Operationskommandos „Süd“ haben ukrainische Soldaten zwei Munitionslager im Gebiet Cherson angegriffen und dabei im Gebiet Mykolajiw eine von Russland kontrollierte „Forpost“-Drohne im Wert von sieben Millionen Dollar zerstört.

Erstmeldung vom 1. Juli: Russland hat zum ersten Mal indirekt eingeräumt, dass es im Ukraine-Krieg enorme militärische Verluste erleidet. Dies geht aus einem Entwurf für ein Bundesgesetz hervor, das der Kreml am 30. Juni der Duma vorgelegt hat. Wie das Nachrichtenmagazin Newsweek berichtet, heißt es darin, dass im Rahmen „einer besonderen Militäroperation in den Gebieten der Volksrepublik Donezk, der Volksrepublik Luhansk und der Ukraine ein erhöhter Bedarf an der Reparatur von Waffen und militärischer Ausrüstung“ bestehe. Der Gesetzentwurf sieht unter anderem „den Einsatz von Sachwerten aus staatlichen Reserven“ und „die vorübergehende Aktivierung von Kapazitäten und Einrichtungen zur Mobilisierung“ sowie Überstunden in „einzelnen Organisationen“ vor.

(dil/nak/cs)

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