Aktuelle Zahlen vor der Wahl

Brisante Daten aus den USA: Will Trump deshalb die Briefwahl erschweren? Umfrage bringt ihm Hiobs-Botschaft

Im November stehen in den USA die 59. Präsidentschaftswahlen an. Donald Trump verteidigt seinen Posten dann gegen Joe Biden. Aktuell spricht mehr für eine Wachablösung.

  • Die USA wählen im November ihren künftigen US-Präsidenten.
  • Dabei treten als Kandidaten* der Amtsinhaber Donald Trump und der frühere Vize Joe Biden an.
  • Aktuelle Umfragen zur US-Wahl sehen den Republikaner im Hintertreffen - doch der Rückstand auf seinen demokratischen Herausforderer wird kleiner.

Update vom 15. September, 13.10 Uhr: Seit Wochen wettert Donald Trump gegen die Möglichkeit der Briefwahl - einige werfen dem US-Präsidenten sogar Sabotage der Post vor. So langsam wird klarer, warum der Amtsinhaber so vorgeht: Offenbar weisen erste Zahlen zu den Briefwählern auf ein größeres Problem für die Trump-Kampagne hin.

Wie der Sender CNN online berichtet, haben in zwei für den Wahlausgang eminent wichtigen Bundesstaaten wesentlich mehr Anhänger der Demokraten als Republikaner-Sympathisanten die Briefwahl-Unterlagen beantragt. In Florida überstieg die Zahl der demokratischen Briefwähler die der Republikaner dem Bericht zufolge um satte 480.000, in North Carolina immerhin um 260.000.

Rückschlüsse auf Wahlergebnisse muss das nicht erlauben: Laut einer CNN-Umfrage wollen 68 Prozent der Trump-Wähler lieber persönlich im Wahllokal wählen. Nur auf 21 Prozent der Biden-Unterstützer traf das zu. Die Daten aus Florida und North Carolina könnten also vor allem mit Wählerpräferenzen in der Corona-Krise zu tun haben - und Trump umso mehr bestärken, die Briefwahl zu erschweren.

Unterdessen weisen aber die allgemeinen Umfragewerte auf einen nahenden Wahlerfolg für Herausforderer Joe Biden hin: Selbst in einer vergangene Woche veröffentlichten Erhebung von Trumps Haussender Fox News liegt Biden fünf Prozentpunkte vorne. Ein Team der University of Southern California sah den Demokraten gar mit 52 zu 42 Prozent in Front. Die Webseite Realclearpolitics.com, die Durchschnittswerte aktueller Umfragen aggregiert, notiert allgemein 7,1 Prozentpunkte Rückstand für Trump. Ein deutscher Politikwissenschaftler rechnete unlängst in einem Interview mit der Ippen-Digital-Zentralredaktion nicht mit einem neuerlichen Wahlerfolg Trumps. Unterdessen wies ein Bestseller-Autor eine These Trumps zu den Waldbränden in den USA zurück.

Umfragen werden in naher Zukunft wohl zeigen, wie sich die Stimmung nach dem ersten TV-Duell entwickelt. Eine Übertragung vom TV-Duell ist im TV und Live-Stream zu sehen*, auch in Deutschland.

Umfrage vor US-Wahl 2020: Bidens Vorsprung auf Trump schrumpft offenbar deutlich

Update vom 17. August, 15.28 Uhr: Es sind keine drei Monate mehr, bis die wohl wichtigste Abstimmung der Welt ansteht. Bei der US-Wahl 2020* will Präsident Donald Trump sein Amt gegen den demokratischen Herausforderer Joe Biden verteidigen. Der Demokrat lag in Umfragen recht deutlich vor dem republikanischen Staatsoberhaupt der Vereinigten Staaten.

Doch laut einer neuen Umfrage hat Trump inzwischen deutlich aufgeholt, der Vorsprung seines Rivalen Biden ist demnach seit Juni deutlich kleiner geworden, wie TV-Sender CNN berichtet. Dies ergibt sich aus einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts SSRS, das zwischen dem 12. und 15. August insgesamt 1.108 Wähler befragte, nachdem Biden kurz zuvor bekannt gegeben hatte, mit Senatorin Kamala Harris als Vize-Kandidatin ins Rennen um das Weiße Haus zu gehen.

USA: Joe Bidens Vorsprung auf Donald Trump schrumpft laut Umfrage zur Präsidentschaftswahl 2020

Die Umfrage wurde durchgeführt, nachdem Biden am vergangenen Dienstag Senatorin Kamala Harris zu seiner Vize-Kandidatin gekürt hatte. Unter den Befragten gaben 50 Prozent an, ihre Stimme Biden und Harris geben zu wollen. Für Trump und Vizepräsident Mike Pence entschieden sich 46 Prozent. Im Juni lag die Zustimmung für Biden noch bei 55 Prozent, Trump erreichte damals nur 41 Prozent.

Richtig eng geht es in den 15 sogenannten Swing States zu, die wegen häufig wechselnden Mehrheitsverhältnissen in der Regel der Schlüssel zum Wahlsieg sind. Hier liefern sich Biden (49 Prozent) und Trump (48 Prozent) der Umfrage zufolge derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Auch laut Erkenntnissen von FiveThirtyEight hat der frühere Vize von US-Präsident Barack Obama an Vorsprung eingebüßt. Die Webseite, die zahlreiche Umfragen sammelt und auswertet, um daraus einen landesweiten Durchschnittswert zu bilden, sieht Biden aktuell bei 51 Prozent. Trump kommt auf 43 Prozent.

USA: Joe Biden klar vor Donald Trump in Juni-Umfrage zur Präsidentschaftswahl 2020

Erstmeldung vom 25. Juni, 9.29 Uhr: Washington - Im November 2020 steht die Präsidentschaftswahl in den USA an - und Donald Trump* möchte weitere vier Jahre Staatschef der Vereinigten Staaten bleiben. Die aktuelle Tendenz spricht jedoch eine etwas andere Sprache: Herausforderer Joe Biden besitzt einer neuen Umfrage zufolge bereits 14 Prozentpunkte Vorsprung gegenüber dem Republikaner, der in der Corona-Krise und der neu aufgekommenen Rassismus-Debatte keine gute Figur abgibt.

50 Prozent der Befragten würden den Kandidaten der Demokraten wählen, nur 36 Prozent Donald Trump, wenn es nach einer Umfrage der New York Times geht. In vorherigen Umfragen zur US-Wahl lag Herausforderer Joe Biden*, acht Jahre lang Vizepräsident unter Barack Obama, im Schnitt etwa zehn Punkte vorne.

USA: Joe Biden punktet in Umfragen zur Präsidentschaftswahl 2020 nicht nur bei Frauen, Afroamerikanern und Latinos

Biden, der im Wahlkampf auch bereits deftige Kritik einstecken musste, habe einen großen Vorsprung bei Frauen, Afroamerikanern und Latinos aufgebaut, hieß es in der neuen Umfrage zur US-Wahl. Dem 77-Jährigen wird deutlich mehr zugetraut, den Minderheiten im Land eine Stimme zu geben. Auch bei den männlichen Wählern, Weißen und Menschen mittleren und höheren Alters, die eher die Republikaner wählen, habe der Herausforderer mit Trump gleichgezogen.

Trump hingegen verlor laut New York Times die Unterstützung wichtiger Wählerschichten, nachdem der Umgang der Regierung mit der Corona-Pandemie* sowie mit den Anti-Rassismus-Protesten im Land auf heftige Kritik gestoßen war. So nahm laut den Prognosen auch die Zustimmung für den Amtsinhaber unter den Weißen mit College-Abschluss ab - eine Wählergruppe, auf die die Republikaner in der Regel zählen.

USA: Präsident Donald Trump will bei Präsidentschaftswahl 2020 seine treuen Wähler halten

Kein anderes Land ächzt so sehr unter der Corona-Krise wie die USA. Sowohl bei der Zahl der Infizierten als auch bei den Todesopfern sind die Vereinigten Staaten weltweit führend. Zudem rumort es im Land, seit ein Video den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd* durch Polizeigewalt bei einer Festnahme für jeden in den USA greifbar machte.

Trump jedoch zeigte sich gegenüber Protestlern gegen Rassismus* unerbittlich und machte sich somit für manche Bevölkerungsschichten schlicht unwählbar. Den harten Kurs schlägt der 74-Jährige offenbar ein, um zumindest bei seinen treuesten Wählern vor der US-Präsidentschaftswahl 2020* weiter Pluspunkte zu sammeln. Diese stehen für einen Präsidenten, der durchgreift. Mehr als das scheint Trump das Land jedoch zu entzweien.

Prognosen zur US-Präsidentschaftswahl: 2016 lagen die Umfragen falsch

Laut New York Times wurden für die Umfrage zur US-Präsidentschaftswahl zwischen dem 17. bis 22. Juni 1337 Wähler befragt. Nach den Erfahrungen der vorangegangenen Wahl sind die Ergebnisse für die US-Wahl im November jedoch mit Vorsicht zu genießen: 2016 führte die Demokratin Hillary Clinton während des gesamten Wahlkampfes die Umfragen an - am Ende verlor sie entgegen der Wahlprognosen die Abstimmung gegen Trump. Wie schon bei der vorherigen Wahl, geht an Trumps seite der Vizepräsidentschaftskandidat Mike Pence* ins Rennen.

Am 3. November steigt in den USA die 59. US-Präsidenschaftswahl. Sicher ist schon lange vorher, dass die Vereinigten Staaten ab 2021 von einem Mann regiert werden, der bereits auf die Zielgerade seiner politischen Karriere einbiegt. Ein wirklicher Neuanfang nach den turbulenten Jahren* ist also nicht zu erwarten. Dafür wird der „mächtigste Mann der Welt“ auf jeden Fall Erfahrung mitbringen.

Schon länger liegt Demokrat Biden vor dem republikanischen Amtsinhaber. Er warf Trump kürzlich vor, „die Wahl zu stehlen“:

Wird der US-Wahlkampf von einer Tiktok-Kampagne beeinflusst? Trump sieht sich einem einflussreichen Gegner ausgesetzt. Während Donald Trump bereits zusammen mit seinem Vize-Kandidaten Mike Pence in den Wahlkampf gezogen ist, steht die Ernennung eines Vize-Präsidentschaftskandidaten Joe Bidens noch aus. Sicher ist nur, dass Biden eine Frau an seine Seite holen will. Auf welche Politikerin er setzt, will Biden in der ersten Augustwoche bekannt geben. Afroamerikaner haben jetzt in einem offenen Brief geschrieben, dass sich Biden für eine schwarze Kandidatin entscheiden soll. Donald Trump hat jetzt nicht nur mit Twitter, sondern auch mit Facebook Probleme. Der Konzern hat einen Beitrag von Präsident Trump wegen Corona-Fehlinformationen gelöscht.

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Rubriklistenbild: © dpa / Rourke, Semansky

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