US-Wahlkampf: Patzer, Prozente und ein Pizzamann

1 von 11
PIZZA-PATE: Einst gehörte dem Republikaner Herman Cain die Fast-Food-Kette „Godfather's Pizza“. Dann zieht es ihn in die Politik: Er will Präsident werden. Mit Witz und Spritz bringt er es im vergangenen Jahr sogar kurz zum Favoriten der Konservativen, dann aber beschuldigen ihn gleich mehrere Frauen, sie vor Jahren sexuell belästigt zu haben. Aus der Traum vom politischen Topjob.
2 von 11
VERSPRECHER: Mit großem Tamtam präsentiert der Republikaner Mitt Romney vor der Kulisse eines Schlachtschiffes erstmals seine Nummer zwei, Paul Ryan. Nur stellt er seinen Vize „als nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten“ vor. Da freut sich nicht nur Youtube.
3 von 11
HUND AUF DEM DACH: Das war ein Fressen für Politsatiriker - der Republikaner als herzloses Herrchen. Ein Zeitung gräbt eine fast 30 Jahre alte Geschichte aus von einer Reise der Romneys von Massachusetts nach Kanada. Familienhund Seamus landet in einem Käfig auf dem Dach, weil im Auto kein Platz ist. Tierschützer sind noch heute empört.
4 von 11
LEERER STUHL: Hollywood-Star Clint Eastwood, ein Werbeträger für die Republikaner, sorgt für den wohl legendärsten Wahlkampfautritt dieser Saison. Auf dem Nominierungsparteitag für Romney in Florida bespricht er über lange peinliche Minuten einen leeren Stuhl. Dass das Obama sein sollte, wird bis zuletzt nicht jedem klar. Dieser Gag geht gründlich daneben.
5 von 11
ENTHÜLLUNG MAL ANDERS: Der für nackte Tatsachen bekannte Porno-Verleger Larry Flynt bietet eine Million Dollar für Infos über die Finanzlage Romneys, der sich ziert, seine Steuerunterlagen publik zu machen. Flynt bleibt auf seinem Geld sitzen.
6 von 11
THE DONALD: Auch der Immobilientycoon Trump bringt sich mit einem bizarren Geldangebot ins Gespräch - ein Angebot an Obama. Wenn der Präsident alle seine persönlichen Dokumenten wie Reisepässe veröffentliche, werde er fünf Millionen Dollar für einen guten Zweck spenden, verspricht „The Donald“ Trump. Spott ist alles, was ihm die Offerte einbringt.
7 von 11
VERGEWALTIGUNG: Gleich zwei Republikaner lösen mit bizarren Äußerungen Wirbel aus. Senatskandidat Richard Mourdock aus Indiana sagt, auch eine durch sexuelle Gewalt verursachte Schwangerschaft sei gottgewollt. Bereits zuvor hat der Abgeordnete Todd Akin die These vertreten, das eine Frau bei einer echten Vergewaltigung kaum schwanger werden könne. Der weibliche Körper verfüge in diesem Fall nämlich über Wege „zu versuchen, die ganze Sache außer Betrieb zu nehmen“.
8 von 11
GEFAHR FÜR BIBO: Sesamstraßenfans sind entsetzt. Romney will den Vogel Bibo (im Englischen Big Bird - großer Vogel) den Job nehmen. „Ich liebe Big Bird“, sagt er in einer TV-Debatte. Aber er werde den Geldhahn für den Sender PBS zudrehen, in dem die Sesamstraße seit Jahrzehnten läuft. Im Internet-Kurznachrichtendienst Twitter hagelt es Hunderttausende empörte Kommentare.

Washington - Der US-Wahlkampf bot mehr als Fernsehduelle der Spitzenkandidaten und Luftballons auf Parteitagen. Manchmal waren die Nebensachen wichtiger als die Inhalte der politischen Debatte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare