Keine Einigung im Kita-Tarifstreit

Verdi bereitet neue Kita-Streiks vor

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Offenbach - Ohne Einigung sind Gewerkschaften und Arbeitgeber im Kita-Tarifstreit auseinandergegangen. Sie wollten sich aber Anfang Oktober wieder zusammensetzen und nach einer Lösung im Tarifstreit suchen, sagte der Präsident des kommunalen Arbeitgeberverbandes VKA, Thomas Böhle am Donnerstag.

Beide Seiten hatten die Tarifgespräche wieder aufgenommen, nachdem ein Schlichterspruch vom Juni von etwa 70 Prozent der betroffenen Gewerkschaftsmitglieder abgelehnt worden war. Verdi-Chef Frank Bsirske hatte kurz vor Beginn der Gespräche die Forderung an die Arbeitgeber bekräftigt, ein verbessertes Angebot für Erzieher und Sozialarbeiter vorzulegen. Böhle hatte dies abgelehnt und auf den bereits erzielten Schlichterspruch verwiesen.

Nach den gescheiterten Gesprächen will die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit der Vorbereitung von neuen Streiks an Kindertagesstätten beginnen. Es gebe eine "klare Weichenstellung auf eine Eskalation des Konflikts", sagte Verdi-Chef Frank Bsirske nach dem ergebnislosen Ende der Verhandlungen mit den Arbeitgebern am Donnerstag in Offenbach.

Es gebe daher keine andere Möglichkeit, als sich "sehr konkret" an die Fortsetzung der Streiks zu machen. Bsirske hob zugleich die Gesprächsbereitschaft der Gewerkschaften hervor. Beide Seiten hielten es für sinnvoll, im Gespräch zu bleiben, sagte der Verdi-Chef.

Nach seinen Worten wurde aber kein konkreter Termin für die Fortsetzung der Verhandlungen vereinbart. Der Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Thomas Böhle, hatte zuvor davon gesprochen, dass beide Seiten Anfang Oktober wieder zusammenkommen wollen.

dpa/afp

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