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Währung auf Abwärtskurs: Euro gleich viel wert wie Dollar

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Von: Felix Busjaeger

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Eine Euro-Münze spiegelt sich neben einen Dollar-Schein.
Der Euro steht inzwischen in Parität zum Dollar. © Jens Büttner / dpa

Erstmals seit Oktober 2002 ist der europäische Euro genauso viel wert wie der amerikanische Dollar. Das birgt Gefahren. News vom 12. Juli im Live-Ticker.

Fallender Kurs: Der Wert des Euros fällt. Erstmals seit Oktober 2002 ist die Gemeinschaftswährung genauso wertvoll wie der amerikanische Dollar. Beide Geldmittel befinden sich damit in Parität. Der Kursverfall des Euros hatte sich in den vergangenen Monaten abgezeichnet. Wie das Handelsblatt berichtet, hätten Experten nur noch von einer Frage der Zeit gesprochen. Vor Jahresfrist lag der Kurs noch über dem Niveau von 1,20 Dollar. Der Euro gilt wegen der gegenwärtigen Energiekrise in Europa als belastet.

Bereits am Vorabend hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,0098 Dollar festgesetzt. Der Euro hatte bereits in den vergangenen Handelstagen tiefste Stände seit 2002 erreicht. Erneut wurde der Euro durch einen starken Dollar unter Druck gesetzt. Die amerikanische Währung konnte am Morgen zu fast allen anderen wichtigen Währungen zulegen. Anleger blicken bereits auf US-Inflationsdaten, die am Mittwoch, 13. Juli 2022, auf dem Programm stehen. Für den Juli wird mit einem weiteren Anstieg der Teuerung und einer Inflationsrate von 8,8 Prozent gerechnet.

Niemand soll frieren: Städte rüsten für möglichen Gasnotstand

Energiekrise: Der drohende Gasnotstand versetzt Städte in Deutschland in Alarmbereitschaft. Angesichts der möglichen Knappheit werden Krisenpläne ausgearbeitet und Maßnahmen zum Einsparen von Gas geprüft. „Klar ist dabei: Niemand soll im Winter frieren müssen“, sagte die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Städtetages, Verena Göppert, der Deutschen Presse-Agentur. „Falls Deutschland der Gashahn abgedreht wird, gehören Privathaushalte zu den besonders geschützten Kunden – bei ihnen würde also erst als letztes Energie rationiert.“

Während kurzfristige Einsparmöglichkeiten Entlastungen auf dem Energiemarkt bringen sollen, soll die Ausarbeitung von Krisenplänen die Kommunen für den Fall eines langfristigen Gasstopps rüsten. „In Bezug auf Gas-Mangel sind die Fachleute im Bereich Kritische Infrastrukturen sehr wachsam und im ständigen Austausch mit der Bundesnetzagentur“, sagte eine Sprecherin vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Derweil warnt EWE vor Preisschock für Verbraucher.

Politik-Ticker: Alle News und Hintergründe des Tages auf einen Blick

Ob Corona-Pandemie, Ampel-Streit, Bürgergeld-Reform oder Ukraine-Konflikt: Jeden Tag entstehen überall auf der Welt Nachrichten – gute wie schlechte. Mit diesem Ticker halten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, über alle News des Tages auf dem Laufenden. Wir ordnen und gewichten das politische Geschehen und die Entwicklungen für Sie ein. Am Abend erhalten Sie dann alles Wichtige auf einen Blick.

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