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Wann beginnt die WM 2022? Alle Infos zur Fußball-Weltmeisterschaft in Katar

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Von: Bona Hyun

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Die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar beginnt in wenigen Wochen. Alles zu Anstoßzeit, Spielen und Hintergrund der WM im Überblick.

Katar – Trotz Boykottaufrufe und Kritik: Die Weltmeisterschaft (WM) 2022 wird in weniger als zwei Wochen starten. Aufgrund der hohen Temperaturen wird die Fußball-Weltmeisterschaft beim Gastgeber Katar dieses Jahr im Winter stattfinden. Dazu entschloss sich der internationale Fußballverband FIFA im Jahr 2015. Wann startet die WM? Wann ist Anstoßzeit für Deutschland? Eine Übersicht zur diesjährigen WM, die wohl in der Geschichte des Sports zur umstrittensten Fußball-Weltmeisterschaft zählt.

Wann beginnt die WM 2022 in Katar? Eine Übersicht aller Termine

Die WM in Katar findet vom 20. November bis 18. Dezember 2022 statt. Insgesamt gibt es 64 WM-Spiele. Der Sieger wird am 18. Dezember 2022 beim WM-Finale gekürt. Das Eröffnungsspiel starten Gastgeber Katar und Ecuador um 17:00 Uhr am 20. November 2022.

Vor der Fußball-WM 2022 - Stadium 974 in Katar
Die Fußball-WM 2022 in Katar startet bald. Wann ist Anpfiff für Deutschland? Wo kann man die Spiele sehen? © Nikku/dpa

Die Gruppenspiele bei der WM 2022 finden um 11:00 Uhr, 14:00 Uhr, 16:00 Uhr, 17:00 Uhr und 20:00 Uhr statt. Die Achtelfinale starten um 16:00 Uhr und um 20:00 Uhr. Parallel werden auch die Viertelfinale angepfiffen. Die zwei Halbfinals finden um 20:00 Uhr statt und das Finale um 16:00 Uhr, schreibt ran.de.

WM in Katar 2022: Wann ist Anpfiff für Deutschland?

Die Deutsche Nationalmannschaft spielt bei der WM 2022 erstmals am 23. November ab 16 Uhr gegen Japan. Die K.o.-Phase beginnt mit dem Achtelfinale ab 3. Dezember. Deutschland spielt bei der diesjährigen WM in Gruppe E. Eine Übersicht der Spielorte und Anstoßzeiten der Gruppe:

WM 2022 live mitverfolgen: Wo kann man die Spiele der WM sehen?

Die WM 2022 lässt sich für Zuschauer über den Livestream von ARD und ZDF verfolgen. Zudem bieten beide eine kostenlose App für Smartphones, Tablets oder Smart-TVs an. MagentaTV bietet ebenfalls eine App für die entsprechende Geräte – hier ist allerdings ein kostenpflichtiges Abo für den Livestream erforderlich. Gastronomen in Bremen und Niedersachsen bieten public viewing an, um die WM 2022 mitverfolgen zu können.

WM in Katar 2022: Warum die Vergabe an Gastgeber stark kritisiert wird

Ob viele Zuschauer sich die WM überhaupt anschauen werden, bleibt offen. Denn für viele ist die WM in Katar ein kontroverses Anliegen. Der ehemalige FIFA-Präsident Joseph „Sepp“ Blatter hatte sich zur WM-Vergabe jüngst geäußert. „Die Vergabe an Katar war ein Irrtum. Und dafür trug ich als damaliger Präsident die Verantwortung“, sagte Blatter dem Schweizer Tages-Anzeiger.

Warum? Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International haben immer wieder zum Verzicht auf die WM in Katar aufgerufen, um ein Zeichen gegen die lückenhafte Arbeitsrechtsreform und die Menschenrechtsverletzung zu setzen. Immer häufiger wurden schwere Vorwürfe gegen katarische Offiziere erhoben, da Angehörige der LGBTQ-Community misshandelt wurden, schreibt etwa sportschau.de. 

WM-Botschafter Khalid Salman sorgt mit Skandal-Aussagen für Diskussion

WM-Botschafter und ehemaliger Fußballer Khalid Salman heizte mit seinen homophoben Aussagen in der ZDF-Dokumentation „Geheimsache Katar“ eine Grundsatzdiskussion über Katar als WM-Gastgeber an. Im Interview mit Sportjournalist Jochen Breyer sagte Salman, dass zwar jeder zur WM willkommen sei, er aber ein Problem mit Schwulen habe. Homosexualität sei laut Salman „haram“, also eine Sünde und ein „geistiger Schaden“.

Kürzlich polarisierte eine weitere Aussage eines katarischen Gesprächspartners ebenfalls Reaktionen im Netz. Breyer hatte im Gespräch mit Salman und weiteren Gesprächsteilnehmer die Frage nach der Notwendigkeit der Vollverschleierung der Frauen gestellt. Daraufhin wurde ein Vergleichsbild einer Frau mit einer Süßigkeit gezogen.

Die Diskussion um die Situation in Katar gerät zunehmend auf eine politische Ebene Gewicht und bringt Deutschland in ein Dilemma. Für Deutschland wäre Katar ein geeigneter Gaslieferant, weshalb sich Wirtschaftsminister Robert Habeck auf einen Deal mit den Scheichs einließ. Doch dieser Deal platzte.

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