Sorge über Festnahme

Westerwelle fordert sofortige Freilassung von Ai Weiwei

- Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat eine sofortige Freilassung des chinesischen Regimekritikers Ai Weiwei gefordert. Bei der Eröffnung einer Ausstellung mit Werken des Künstlers am Freitag in Berlin äußerte Westerwelle seine Sorge über die Festnahme Ais.

„Die Freiheit der Kunst ist ein unschätzbares Gut, das muss verteidigt werden“, sagte der FDP-Politiker.

„Wir haben gegenüber den chinesischen Behörden unzweideutig zum Ausdruck gebracht, dass die Festsetzung von Ai Weiwei beendet werden muss und dass die Vorfälle insgesamt aufgeklärt werden“, sagte Westerwelle. Er sprach sich erneut gegen eine Schließung der deutschen Ausstellung zur Kunst der Aufklärung in Peking aus als Reaktion auf die Festnahme Ais am 3. April. Damit würde man dem chinesischen Publikum einen Blick auf die Entwicklung Europas vorenthalten.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte, mit seiner Teilnahme an der Vernissage wolle er Solidarität mit Ai bekunden und den Behörden in China zeigen, dass ein solcher Umgang mit Künstlern nicht hingenommen werde. In der Ausstellung werden zwei Installationen gezeigt, die in chinesischer Handwerkstradition gefertigt wurden: Die Porzellanarbeiten „Rock“ und die Holzskulptur „Tree“. In der Ausstellung durfte nicht fotografiert werden.

dpa

Kommentare